Projekt mit 850 Quadratmetern Supermarkt für Grafrath

Eigene Planungen der Gemeinde nach Vertragsabschluss hinfällig

In die seit Jahren andauernde und immer wieder ins Stocken geratene Planung für einen Lebensmittelmarkt östlich der Schule in Grafrath mit Praxen und Wohnungen in zwei Obergeschossen kommt eine überraschende Bewegung. Laut Bürgermeister Markus Kennerknecht (parteifrei) hat die Lebensmittelgruppe Feneburg, die hauptsächlich im Allgäu vertreten ist, aber auch in München drei und in Freising eine Filiale betreibt, mit der Grafrather Grundstücksbesitzerfamilie Sedlmeier, die das Marktgebäude bauen will, einen Mietvertrag für einen Vollsortimenter-Markt mit einer Ladengröße von etwa 850 Quadratmeter geschlossen. Bislang war erst von Edeka und später von Rewe die Rede gewesen. Mit Abschluss des Mietvertrages dürften die bisherigen Planungen für einen 1200 Quadratmeter großen Markt hinfällig sein und damit auch der Streit um oberirdische Parkplätze und um die Größe der Tiefgarage. Nach Kennerknechts Worten wird der Gemeinderat nun im Zuge der Bauleitplanung über dieses Vorhaben entscheiden. Laut Bürgermeister kennen dessen Mitglieder die Lebensmittelgruppe bereits durch eine umfassende Besichtigung einer Filiale ähnlicher Größe, bei der sie vom Firmenchef persönlich geführt worden waren. Ursprünglich sollte mit der Firma Bernd Schwarz Baubetreuung auf den so genannten Damian- und Weinberger-Grundstücken ein großer Lebensmittelmarkt mit abgetrenntem Getränkemarkt gebaut werden. Dieses Vorhaben konnte von Herbst 2015 an jedoch nicht weiterverfolgt werden, weil der Investor nicht mehr über die Grundstücke verfügen konnte. Daraufhin strebte die Familie Sedlmeier als Eigentümer des "Damian-Grundstücks" eine eigene Lösung an, über die zuletzt heuer im August beraten worden war.