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Planung:Viehmarktplatz und Eisstadion

Grüne sehen Änderungsbedarf bei zwei Brucker Großprojekten

Mit zwei Änderungsanträgen will die Grünen-Stadtratsfraktion die Projektliste zur Wohn- und Gewerbeflächenentwicklung in der Großen Kreisstadt optimieren und die beiden Großprojekte Viehmarkt und Eisstadion weiter voranbringen.

Nach Abschluss des Wettbewerbs zur Viehmarktbebauung wurden die zwei erstplatzierten Büros mit einer weiteren Überarbeitung ihrer Entwürfe beauftragt. Vor allem bei der Architektengemeinschaft Haack und Höpfner und Planstatt Senner mit ihrem "Loop", der Wunschlösung der Brucker Bürger, "sehen wir Weiterentwicklungschancen zu einem gelungenen Bauvorhaben, das die Brucker Innenstadt aufwertet", sagt Grünen-Stadtrat Thomas Brücker. Gleichwohl sei "noch Luft nach oben". Denn die umliegenden Bauten sind höher als der überarbeitete "Loop"-Entwurf. Eine schlanke, aber hohe Riegelbebauung als Abschluss und räumliche Fassung des Platzes sei aus architektonischer und städtebaulicher Sicht durchaus wünschenswert.

Auch bei der Standortuntersuchung zur Eishalle wollen die Grünen sich kein Korsett anlegen und den Standort "Parkplatz Amperoase an der Klosterstraße" zusätzlich untersuchen lassen. Der habe im Vergleich zum Standort auf der Wiese an der Schöngeisinger Straße den Vorteil, dass er weiter von der Wohnbebauung abrücke und damit die Lärm-Emissionen reduziere. Zudem müssten mit der Überbauung der Parkplatzfläche (unten Parkdeck, oben Eishalle) keine neuen Flächen versiegelt werden. Die bestehenden energetischen Synergieeffekte mit den Stadtwerken und der Amperoase würden hier zudem bestehen bleiben und die Betriebskosten senken. Die beiden Fraktionsvorsitzenden Gina Merkl und Jan Halbauer: "Wir brauchen sowohl beim Viehmarkt als auch beim Eisstadion keine Planungen aus der Mottenkiste, sondern zukunftsweisende Lösungen. Wir haben wenige Flächen und sollten diese optimal nutzen."

© SZ vom 26.09.2020 / slg

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