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Pandemie:Einkaufsregeln werden gelockert

Inzidenz im Landkreis sinkt, doch es gibt zwei weitere Tote

Von andreas Ostermeier, Fürstenfeldbruck

Die Infektionslage im Landkreis entspannt sich deutlich, der Inzidenzwert von 150 ist am Sonntag zum fünften Mal in Folge unterschritten worden. Das bedeutet, dass von Dienstag an etwas gelockerte Regelungen beim Einkaufen gelten. Doch trotz rückläufiger Ansteckungsgeschwindigkeit sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus zwei weitere Todesopfer zu beklagen. Laut Gesundheitsamt sind zwei Frauen im Alter von 61 und 82 Jahren im Krankenhaus gestorben. Auch die Anzahl der an Covid Erkrankten in der Kreisklinik hat sich auf 16 Personen erhöht, vier Patienten werden beatmet.

Von Dienstag an ist die Öffnung von Ladengeschäften für einzelne Kunden zulässig. Im Einzelhandel gilt also Click and Meet, statt Click and Collect wie bisher. Nötig zum Einkaufen in Geschäften ist eine vorherige Terminbuchung für einen fest begrenzten Zeitraum. Mindestabstand und Maskenpflicht sind laut Landratsamt zu beachten, auch darf sich nur eine bestimmte Anzahl von Kunden im Laden aufhalten. Der Betreiber hat die Kontaktdaten der Kunden zu erheben. Es dürfen nur Kunden eingelassen werden, die ein negatives Ergebnis eines Corona-Tests vorweisen können. Der Test darf nicht länger als 24 Stunden zurückliegen. Kinder bis zum sechsten Geburtstag benötigen keinen Test. Gleiches gilt für Personen mit zwei Impfungen (ab dem 15. Tag nach der zweiten Spritze).

Die Regelungen zur Kontaktbeschränkung (ein Haushalt und eine weitere Person sowie Kinder unter 14 Jahren), zur kontaktfreien Ausübung von Individualsportarten sowie zum Betrieb von Schulen und Kindertagesstätten bleiben bestehen, ebenso die Reglungen für den Besuch von Friseur und Fußpflege. Auch die nächtliche Ausgangssperre von 22 bis fünf Uhr gilt weiterhin, sie fällt erst bei einem dauerhaften Inzidenzwert von unter 100 weg.

Zu den positiv getesteten Personen gehören ein Schüler der Grundschule an der Kleinfeldstraße in Germering, ebenso ein Kind aus der Grund- und Mittelschule Dorothea von Haldenberg in Mammendorf. In beiden Fällen gelten Quarantänemaßnahmen. Ebenso hat sich ein in einer Kindertagesstätte betreutes Kind mit dem Coronavirus infiziert. Auch in diesem Fall ist eine Quarantäne angeordnet. Einen neuen Corona-Fall gibt es auch in einer Asylunterkunft in Alling. Die Ermittlung der Kontaktpersonen läuft noch.

© SZ vom 04.05.2021
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