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Online-Kunst:Suche nach Publikum

Virtuelle Ausstellung des Kunstforums allingas

Eine Bildervielfalt präsentiert das Allinger Kunstforum "allingas" nun virtuell. Illustration: allingas

Allinger Künstler präsentieren sich in einem Film

Da die übliche Werkschau der Mitglieder wegen der Pandemiebeschränkungen nicht stattfinden kann, bietet das Kunstforum "allingas" ertmals in einer virtuellen Ausstellung "Zehn Minuten Kunstgenuss online". "Kunst braucht nach dem Impuls des Erschaffens auch ein Publikum", sagt Vorsitzende Inge Klenk, so sei die Idee für einen kurzen Film entstanden, der auf der Homepage des Kunstforums präsentiert wird. "Es ist lohnend, sich zehn Minuten zurückzulehnen und einige der in letzter Zeit entstandenen Skulpturen, Gemälde und Fotografien der Mitglieder des Kunstforums zu betrachten", sagt Klenk. Wer das Kunstforum kenne, wisse, welche Vielfalt an Werken angeboten werde.

Im Film werden von zwölf Künstlern je drei Werke gezeigt. Mit dieser Ausstellung stellt allingas laut der Vorsitzenden auch unter Beweis, dass es sich lohnt, unumgängliche Einschränkungen für neue Wege zu nutzen. So tauschten sich die Mitglieder statt der üblichen Zusammenkünfte in monatlichen Treffen per Videokonferenz aus. Wie Inge Klenk weiter anführt, bringt dies sogar "ungeahnte Vorteile" mit sich. So zeigten bei den internen Treffen die Künstlerinnen und Künstler über ihren geteilten Bildschirm einige ihrer Werke und erläutern die Techniken. "Vor Corona reichte man bei den Treffen eher ein Handy herum, auf dem viel weniger zu sehen war", erinnert sich Klenk. Aus einem kreativen Moment heraus, einem intuitiven Impuls folgen und dann daraus das Beste machen, gelte nicht nur für entstehende Kunstwerke, sondern auch für den Umgang mit der jeweiligen Situation. Auch Allings Bürgermeister Stefan Joachimsthaler pflichtet dem bei. "Wer Veränderungen positiv nutzen möchte, muss neue Wege gehen", motiviert der Rathauschef in seinem Grußwort zum Projekt und wünscht den Betrachtern "schöne Kunstmomente" mit der Hoffnung, dass bei der nächsten Ausstellung Künstler und Publikum wieder direkt aufeinandertreffen und miteinander ins Gespräch kommen können.

Mitwirkende Künstler aus Alling sind Leo Binder, Inge und Jürgen Klenk, Kerstin Obermeier und Wolfgang Schlör sowie Sebi Müller der auch das neue Logo kreiert hat. Aus Eichenau, Germering, Gröbenzell und Landsberied kommen die allingas-Mitglieder Hans Ulmann, Uli Baab, Richard Gärtner, Christa Geiger, Else Lenz und Thomas Louis. Der Film ist unter der Web-Adresse https://www.allingas.de/va21/ aufrufbar.

© SZ vom 12.02.2021 / mann
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