Olympia-Attentat 1972Generalkonsulin ehrt Terror-Opfer

Lesezeit: 1 Min.

Oberst Dieter Rubenbauer, Generalkonsulin Talya Lador-Fresher und Landrat Thomas Karmasin besuchen den Gedenkort.
Oberst Dieter Rubenbauer, Generalkonsulin Talya Lador-Fresher und Landrat Thomas Karmasin besuchen den Gedenkort. Generalkonsulat Israel/oh

Talya Lador-Fresher besucht den Gedenkort am Fliegerhorst Fürstenfeldbruck.

Von Erich C. Setzwein, Fürstenfeldbruck

Es ist alles vorbereitet am 5. September, um am Gedenkort vor dem Fliegerhorst Fürstenfeldbruck wie jedes Jahr seit 1999 der zwölf Opfer des Attentats auf die Nationalmannschaft während der Olympischen Spiele von München zu gedenken. Die Stühle für die Besucher sind akkurat platziert, die Flaggen Deutschlands und Israels wehen am Mast hinter dem Kasernentor, und die Polizeibeamten sind aufmerksam. Sehr sogar, denn kurz vor dem Beginn ist die Gedenkfeier abgesagt worden. Kein Ehrengast wird kommen, die interessierten Bürger, die jedes Jahr dabei sind, kommen erst gar nicht in die Nähe des Gedenksteins: Ein Anschlag auf das israelische Generalkonsulat und das NS-Dokuzentrum in München ist der Grund, warum es zu dieser 25. Zusammenkunft vor dem Gedenkstein nicht kommt. In diesen Tagen nun hat die israelische Generalkonsulin Talya Lador-Fresher den Besuch am Gedenkstein nachgeholt. Sie wurde begleitet von Landrat Thomas Karmasin (CSU) und Oberst Dieter Rubenbauer als Vertreter der Bundeswehr.

Schüsse vor dem israelischen Generalkonsulat in München
:„Am Anfang gibt es Worte. Und danach Taten“

Talya Lador-Fresher leitet das israelische Generalkonsulat in München. Die Diplomatin schildert die Stimmung nach dem Anschlag, wie die Sicherheitsvorkehrungen aussehen und wie die Situation für jüdische Menschen in Deutschland ist.

SZ PlusInterview von Ulrike Heidenreich

Das Gedenken an die getöteten elf israelischen Geiseln und einen bayerischen Polizeibeamten findet im Landkreis Fürstenfeldbruck bereits seit 1997 regelmäßig statt. Im Jahr 1999 wurde der vom Landkreis beim Gröbenzeller Bildhauer Hannes L. Götz in Auftrag gegebene Gedenkstein aufgestellt. Zusammen mit der Namensplakette davor erinnert er an Moshe Weinberg und Yossef Romano, die am 5. September 1972 in München von Terroristen der Gruppe „Schwarzer September“ umgbracht wurden und an David Berger, Ze’ev Friedman, Yossef Gutfreund, Eliezer Halfin, Amitzur Shapira, Kehat Schorr, Mark Slavin, André Spitzer und Yakov Springer, die bei der gescheiterten Geiselbefreiung von den Terroristen getötet wurden. Im Kugelhagel kam auch der Polizist Anton Fliegerbauer ums Leben.

© SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Psychische Gesundheit
:„Niemand braucht mehr Mut als ein Patient mit einer Angststörung“

Angst gehört zum Leben dazu. Doch was, wenn sie es vollständig bestimmt? Psychologe Robert Hannig erklärt, ab wann Sorgen ungesund werden – und wie man den Mut findet, sich ihnen zu stellen.

SZ PlusInterview von Florian J. Haamann

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: