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Olching:Zuschuss beantragt

Von der Westküste Südamerikas kommen die Inkaseeschwalben, die im Vogelpark Olching gehalten werden.

(Foto: Carmen Voxbrunner)

Vogelpark Olching hat wegen der Pandemie weniger Besucher

Von Karl-Wilhelm Götte, Olching

Der Olchinger Vogelliebhaberverein hat bei der Stadt Olching einen außerordentlichen Zuschuss von 7875 Euro für seinen Vogelpark beantragt. Das soll die coronabedingten Einnahmeausfälle des Parks zu etwa 75 Prozent ausgleichen. Durch den Lockdown seit März sind dem Verein besonders die Einnahmen am Osterwochenende und an den folgenden Wochenenden bis zur Wiedereröffnung des Parks am 16. Mai entgangen

Im Vergleich zu den Jahren 2017 bis 2019 meldete der ehrenamtlich betriebene Park, der im vergangenen Jahr sein 50-jähriges Bestehen feierte, allein am Osterwochenende Einnahmeverluste in Höhe von 5500 Euro an. Insgesamt errechnete der Verein Mindereinnahmen bis zum September in Höhe von etwa 10 500 Euro. Alle Kosten für Futter, Energie und Personal laufen jedoch weiter.

Derzeit dürfen nur 65 Besucher gleichzeitig in den Park mit seinen etwa 600 Vögeln, der durch das Amperhochwasser schon mehrmals existenziell bedroht war. Die Besucherzahl ist seit Mitte Mai vergleichsweise stark zurückgegangen, was auch für den Rest des Jahres zu erwarten sein dürfte.

Grundlage für den Zuschuss der Stadt ist ein Beschluss des Hauptausschuss des Stadtrates vom Juli, der es gemeinnützigen Vereinen ermöglicht, Sonderzuschüsse auf der Grundlage nachgewiesener pandemiebedingter Mindereinnahmen zu beantragen. Auch die Olchinger Volkshochschule (VHS) hat schon Bedarf angemeldet, der demnächst konkretisiert werden wird. Die VHS hat nicht nur fehlende Einnahmen, sondern auch Rückzahlungen von Teilnehmergebühren zu verkraften. Die Entscheidung über den Zuschuss für den Vogelpark vertagte der Hauptausschuss. Er will sich noch weitere Finanzdaten vom Vogelliebhaberverein vorlegen lassen.

© SZ vom 24.09.2020

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