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Olching:Warten auf Novemberhilfe

SPD-Bundestags­abgeordneter fordert rasche Auszahlung

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Schrodi kritisiert, dass Betriebe und Selbständige bislang lediglich Abschlagszahlungen der Novemberhilfen erhalten hätten. Die Unterstützungszahlungen von zehn Milliarden Euro sollten zum Großteil an Gaststätten, Bars, Hotels, Kinos und Fitness-Studios und Solo-Selbständige ausgezahlt werden und helfen, die Auswirkungen der wegen der Pandemie angeordneten Geschäftsschließungen abzufedern. "Da stellen wir große Summen zur Verfügung, damit die vom Lockdown betroffenen Unternehmen finanziell unterstützt werden - und dann bekommt es der zuständige Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und sein Ministerium nach acht Wochen technisch immer noch nicht hin, die Novemberhilfen auszuzahlen. Das ist den Menschen, die auf das Geld angewiesen sind, nicht mehr zu vermitteln! Wir dürfen sie nicht am langen Arm verhungern lassen", moniert der Olchinger SPD-Politiker.

Anfang Dezember wurden die Novemberhilfen bis Ende des Jahres verlängert, um auch zum Beispiel Schaustellern beizustehen, deren traditionelles Hauptgeschäft im Dezember stattfindet. Schrodi fordert den Wirtschaftsminister deshalb auf, nun zügig zu helfen. Der für den Landkreis Fürstenfeldbruck zuständige SPD-Bundestagsabgeordnete wünscht sich, dass sich Betroffene bei ihm melden (E-Mail: michael.schrodi.wk@bundestag.de). Er wolle wissen, wie viele Selbständige und Betriebe im Landkreis Fürstenfeldbruck von ausstehenden Zahlungen betroffen sind, schreibt Schrodi in einer Pressemitteilung. Ziel ist es laut Schrodi, dem Wirtschaftsminister deutlich zu machen, wie dringlich die Zahlungen für die Betroffenen sind.

© SZ vom 14.01.2021 / sz
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