Das Landratsamt Fürstenfeldbruck hat eine aktuelle Warnung für das Gemeindegebiet Olching herausgegeben, in der davon abgeraten wird, Kadaver oder Teile von toten Tieren in der Natur anzufassen. Tierhalter sollten auch auf ihre Hunde aufpassen. Anlass für den Warnhinweis ist der Fund von zwei verendeten Rotmilanen.
Die toten Vögel wurden am Gehölzrand des Zitzstaudengrabens im Gemeindegebiet Olching entdeckt, wie das Landratsamt mitteilt. Die Todesursache sei noch unklar. Es könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass die Tiere vergiftet wurden. Im Falle einer Vergiftung der Tiere bestehe die Gefahr, dass das verwendete Gift auf Menschen oder Hunde übertragen werde.
Der Rotmilan ist eine streng geschützte Vogelart. Eine vorsätzliche Tötung wäre eine Straftat. Die Polizei Olching hat deshalb Ermittlungen aufgenommen. Da die Aufklärung illegaler Wildtiertötungen erfahrungsgemäß schwierig ist, haben der Landesbund für Vogelschutz und die Gregor Louisoder Umweltstiftung das Projekt „Tatort Natur: Naturschutzkriminalität dokumentieren und stoppen!“ ins Leben gerufen. Unter www.tatort-natur.de werden Hinweise aus der Bevölkerung entgegengenommen.

