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Olching:Votum für Wertstoffhof

Wertstoffhof Olching

Überlastet: Der große Wertstoffhof in Olching stößt an seine Kapazitätsgrenzen. Deshalb will die Stadt einen zweiten bauen lassen.

(Foto: Günther Reger)

Stadtentwicklungsausschuss von Olching empfiehlt Standort am Josef-Kistler-Weg

Bald könnte in der Stadt ein zweiter großer Wertstoffhof entstehen. Am Dienstagabend votierten die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses einstimmig für die Aufstellung eines Bebauungsplanes und schufen damit die Grundlage für die weitere Planung. Die endgültige Entscheidung liegt beim Stadtrat. Entstehen soll der Wertstoffhof am Josef-Kistler-Weg neben der Kläranlage. Der Amperverband habe dem Abfallwirtschaftsbetrieb das Grundstück bereits zur Verfügung gestellt, erklärt Bürgermeister Andreas Magg. Das Gelände biete einige Vorteile: Es sei gut erreichbar und es gebe keine Anwohner, die durch den zusätzlichen Verkehr belastet werden könnten, so Magg.

Sollte es zur Errichtung eines Wertstoffhofes kommen, sind allerdings auch einige Veränderungen nötig: An der Anlage laufe ein beliebter Radweg vorbei, der über die Amperauen bis nach Dachau führt, erklärt Magg. Ein Teil der Strecke ist im Besitz des Amperverbandes. Dieser plant, das Stück in sein Betriebsgelände zu integrieren, um die Zufahrt zu verbessern. Daher müsse man den Radweg um den Wertstoffhof herum verlegen, erklärt Magg.

Die Fraktionen stehen den Plänen überwiegend wohlwollend gegenüber. Man habe die bestmögliche Lösung gefunden, meint Thomas Bauer, Fraktionsvorsitzender der CSU. Alfred Münch von der SPD stimmt zu: Die Stadt bewege sich auf einem vernünftigen Weg. Auch Ingrid Jaschke, Fraktionsvorsitzende der Grünen, spricht sich für den Standort aus, weist aber darauf hin, dass die Planungen noch nicht abgeschlossen seien: Auch die Zufahrten zum Wertstoffhof, zum Teil beliebte Radwege, wären vom zusätzlichen Verkehr betroffen. "Wir müssen uns Gedanken machen, wie man dort für Verkehrssicherheit sorgt." Ewald Zachmann, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler Olching, gibt ebenfalls zu bedenken, dass einige Unwägbarkeiten noch nicht geklärt seien. Das Verfahren könne zudem neue Erkenntnisse bringen, die einen Wertstoffhof an diesem Standort verhindern könnten, betont er.

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