Die Ermittlungen im Fall eines tödlichen Zusammenstoßes zwischen einem Pkw und einem Fußgänger am vergangenen Donnerstag in Olching haben eine Wendung genommen: Wie die Staatsanwaltschaft München II jetzt mitteilt, gehen die Behörden mittlerweile nicht mehr von einem Verkehrsunfall aus, sondern von einem vorsätzlichen Tötungsdelikt.
Ein 33-jähriger kroatischer Staatsangehöriger aus dem Landkreis Dachau hatte an jenem Tag einen 57-jährigen Fußgänger mit seinem Auto erfasst und tödlich verletzt. Zunächst wurde der Fahrer nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen.
Am darauffolgenden Freitagvormittag kam es jedoch der Polizei zufolge in einem Hotel im Gewerbering in Geiselbullach zu weiteren Auffälligkeiten: Der Mann löste gegen 10.30 Uhr missbräuchlich den Feueralarm aus, verhielt sich laut Polizeiangaben verbal aggressiv gegenüber einer Hotelangestellten und weigerte sich trotz Aufforderung, das Gebäude zu verlassen.
Im Zuge des Polizeieinsatzes erhärtete sich der Verdacht, dass der Autofahrer beim Vorfall in Olching gezielt auf den Fußgänger zugefahren war – offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde der Mann einem Haftrichter vorgeführt, der eine einstweilige Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik anordnete.
Die Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck und die Staatsanwaltschaft München II ermitteln weiter. Zeuginnen und Zeugen – insbesondere zu den Vorfällen im Hotel – werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 08141 / 6120 zu melden.

