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Olching:Tiefgarage gestrichen

Der Bau einer Tiefgarage hätte sich am Olchinger Nöscherplatz nicht mit der Statik der denkmalgeschützten Kirche vertragen.

(Foto: Carmen Voxbrunner)

Neues Wohnhaus am Nöscherplatz wäre zu teuer gekommen

Der Baubeginn für das Haus am Nöscherplatz verzögert sich. Ursprünglich sollte im Frühjahr mit den Baumaßnahmen für das Gebäude begonnen werden, das neben einem Café eine öffentliche Toilette sowie sieben kommunale Wohnungen enthalten soll. Nun muss noch einmal neu geplant werden, da sich Probleme mit der Tiefgarage ergaben. Diese sollte sich unter der Platzfläche parallel zur nahen Kirche St. Peter und Paul erstrecken. Acht Stellplätze waren darin vorgesehen.

Räumliche Defizite der Tiefgarage und bautechnische Gegebenheiten bereiteten jedoch Probleme: Insbesondere durch die Nähe zur denkmalgeschützten Kirche St. Peter und Paul wären aufwendige Arbeiten notwendig gewesen. Je Stellplatz wären Kosten von 138 000 Euro angefallen. Der Regierung von Oberbayern, die das Projekt aufgrund der geplanten kommunalen Wohnungen fördert, war das zu teuer: Sie bewertete die Variante als unwirtschaftlich.

Das Bauamt plant nun um: Die Tiefgarage entfällt, stattdessen sollen die acht Parkplätze oberirdisch geschaffen werden, zusätzlich zu vier vorhandenen Stellflächen, die durch den Wegfall der Tiefgaragenzufahrt nachgewiesen werden können. Damit seien mehrere Vorteile verbunden, heißt es vom Bauamt: Nachts könnten die Plätze von den Bewohnern des Hauses genutzt werden und tagsüber den Mitarbeitern des Cafés oder Gästen zur Verfügung stehen. Außerdem können eine Fahrradgarage, ein Müllgaragenraum, weitere Nebenräume sowie Lagerflächen entstehen. Mit dem Wegfall der Tiefgarage würden Kosten von einer halben Million Euro gespart. Vier Millionen Budget plant der Stadtrat für das Gebäude ein. Der Bauausschuss stimmte der Umplanung nach einiger Diskussion mehrheitlich zu.

© SZ vom 15.07.2020 / katk

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