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Olching:Sparsam heizen

Um Geld einzusparen, will Olching Betriebskosten senken

Der Stadtrat stellte in diesem Jahr einen Rekordhaushalt auf: Mit einem Volumen von 85 Millionen Euro beschloss er eines der höchsten Budgets, das die Kommune jemals hatte. Aufgrund coronabedingter Mindereinnahmen fehlen im Haushalt nun aber mindestens 4,1 Millionen Euro. Das ergab eine erste Schätzung von Kämmerer Robert Schuhbauer. Um die Lücke zu schließen, wurde eine Haushaltssperre beschlossen. Diese sieht vor, Geld pauschal an zwei Stellen im Verwaltungshaushalt zu sparen, nämlich bei den Betriebs- und den Materialkosten. 1,3 Millionen Euro können über diese beiden Maßnahmen eingespart werden. Eine Sperre für den Vermögenshaushalt, aus dem unter anderem Bauvorhaben finanziert werden, lehnte der Hauptausschuss ab. Bereits begonnene Projekte laufen weiter, vorgesehene Investitionen sollen vorerst nicht gestrichen werden. Die Kommune sei maßgeblich für die konjunkturelle Belebung verantwortlich, betont Bürgermeister Andreas Magg (SPD). Nach der Sommerpause will sich der Hauptausschuss erneut beraten. Mit der neuen Steuerschätzung im September könne die Situation besser abgeschätzt werden, so Magg. Dann werde entschieden, ob ein Nachtragshaushalt notwendig ist. Unklar ist bisher, inwieweit die Gewerbesteuerausfälle Olchings im Rahmen des vom Bund beschlossenen Rettungspaket für Kommunen kompensiert werden.

© SZ vom 04.07.2020 / katk

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