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Olching:Lasershow zum Jahreswechsel

Vorbild für Olching? Zum Jahreswechsel 2009/2010 fand in der Gemeinde Poing im Landkreis Ebersberg eine Lasershow mit Feuerwerk statt.

(Foto: Peter Hinz-Rosin)

Die Stadträte sind uneins: Sollen die Olchinger den Silvesterabend gemeinsam feiern? Nun wird weiter debattiert

Eine zentrale Lasershow am Silvesterabend - darüber berät nun an diesem Donnerstag der Hauptausschuss. Es ist die Alternative zum zentralen Silvesterfeuerwerk am Volksfestplatz, das der Stadtrat zuvor abgelehnt hatte. CSU und die Freien Wähler Olching zeigen sich nach wie vor skeptisch gegenüber einer zentralen Veranstaltung. SPD und Grüne befürworten den Vorschlag.

Aufgekommen war das Thema Lasershow bereits im August, als Bürgermeister Andreas Magg (SPD) einen entsprechenden Vorschlag dem Ferienausschuss unterbreitete. Stattfinden würde die Lasershow am Nöscherplatz, die katholische Kirche könnte dabei als Projektionsfläche dienen. Die Kosten würden sich laut Magg auf bis zu 8000 Euro belaufen. Das Angebot einer zentralen Veranstaltung, so die Hoffnung, ermutige die Olchinger dazu, auf eigene Raketen zu verzichten. Damit will die Stadt einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und Müll reduzieren. Im Gegensatz zum Feuerwerk würde der Aufwand für die Lasershow geringer ausfallen, beispielsweise sollen weder Essen noch Getränke ausgegeben werden. Auch würde die Stadt dadurch nicht noch zusätzlich Müll produzieren, wie die CSU kritisiert hatte.

Dennoch lehnt die CSU die Lasershow ab. Die Stadt sei dafür nicht zuständig, erklären die Stadträte Robert Meier und Hans Bieniek in einem Schreiben: "Die Stadt und die Stadtverwaltung sollen sich besser um ihre Kernaufgaben kümmern. Da gibt es viel und Wichtigeres zu tun." Moniert werden auch die entstehenden Kosten: Steuergelder seien an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt, so die Kritik.

Die Fraktion der FWO hat noch keinen Beschluss gefasst. Fraktionsvorsitzender Ewald Zachmann steht der Lasershow jedoch skeptisch gegenüber. Er setzt mehr auf den Einsatz privater Initiativen, wenn es um die Vermeidung privater Feuerwerke geht: "Auch in dieser Sache ist bürgerschaftliches Engagement der Zivilgesellschaft gefragt und nicht der Ruf nach einer städtischen Veranstaltung."

Die Idee einer zentralen Silvesterveranstaltung regte ursprünglich eine Initiative verschiedener Gruppen aus Olching an. Dieser gehören unter anderem die Kirchengemeinden an. Die SPD habe den Vorschlag daraufhin aufgegriffen, sagt die Fraktionsvorsitzende Marina Freudenstein. Weil das zentrale Feuerwerk abgelehnt wurde, kam die Idee einer Lasershow auf. "Unter Klimagesichtspunkten ist das eine gute Alternative," so Freudenstein. Es sei zudem eine gute Gelegenheit, das neue Jahr gemeinsam zu begrüßen. "Wir sollten es einfach mal starten und dann sehen, wie die Resonanz ist."

Ingrid Jaschke, Fraktionsvorsitzende der Grünen, befürwortet die Lasershow ebenfalls. "Ich kann mir vorstellen, dass das gut funktioniert." Zwar glaubt sie nicht, dass bereits beim ersten Mal viele Bürger auf eigene Raketen verzichten werden. Mittelfristig aber sei das doch möglich: "Vor allem, da die Menschen immer mehr für die Thematik des Klimaschutzes sensibilisiert werden." Die Kritik der CSU, eine Lasershow sei nicht Aufgabe der Stadt, teilen weder Jaschke noch Freudenstein. Das treffe auch auf andere Themen zu.

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