Gute Beziehungen zur Wirtschaft sind für einen Politiker durchaus von Vorteil, der Olchinger Rathauschef hat in dieser Beziehung offenbar vieles richtig gemacht: Bürgermeister Andreas Magg (SPD) wurde nun vom Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) und dem örtlichen Netzbetreiber Unsere Grüne Glasfaser (UGG), einem Gemeinschaftsunternehmen der Allianz und Telefónica, als „Digitalpolitiker 2025“ im Rahmen der Initiative „Fiber for Future“ ausgezeichnet.
In der Begründung heißt es, Magg habe „den Ausbau der digitalen Infrastruktur in Olching mit großem Nachdruck und persönlichem Einsatz vorangetrieben“. Besonders gelobt wird der Bürgermeister für die „enge Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung, lokaler Wirtschaft und Bürgerinnen und Bürgern“ sowie mit der Wohnungswirtschaft und Unternehmen. Auch dafür, dass alle „städtischen Liegenschaften von den Feuerwehren über die Kitas bis hin zu stadteigenen Wohnungen an das Breitbandnetz angeschlossen“ werden, gibt es den Preis.
Dabei hatte es vor noch nicht allzu langer Zeit gar nicht gut ausgesehen für den Ausbau schnellen Internets in Olching. Vor knapp zwei Jahren war die Firma GVG Glasfaser, die in der Stadt selbst und in der Nachbargemeinde Gröbenzell über ihre Marke „Teranet“ den Breitbandausbau übernehmen wollte, überraschend abgesprungen. Als Begründung hieß es damals, man habe nicht genügend Interessenten in Gröbenzell gefunden, und ohne den Ausbau dort könne man auch in Olching nicht bauen.
Im September vergangenen Jahres sprang die UGG in die Bresche, die Firma kündigte an, auf jeden Fall das Glasfasernetz auszubauen. Eine Anschlussquote, wie sie die GVG Glasfaser zur Voraussetzung machte, sei dazu nicht nötig, hieß es bei einer großen Infoveranstaltung im vergangenen Oktober, denn man plane sehr langfristig mit einem Refinanzierungszeitraum über 20 Jahre.

Digitalisierung:Das Internet in Olching soll schneller werden
Die Firma UGG stellt ihre Pläne für den Ausbau des Glasfasernetzes vor und verspricht einen Baubeginn zu Ostern 2025. Hinter dem jungen Unternehmen stehen Telefonica und die Allianz.
Die Kommune selbst trägt bei dem Ausbaumodell, das die UGG anstrebt, keinerlei Kosten, was Bürgermeister Magg bei der Preisverleihung betonte: „Es erfreut mich besonders, dass die Stadt den Ausbau dank der sehr guten Kooperation mit der UGG nicht selbst finanzieren musste, was es uns ermöglicht, unsere Ressourcen für andere wichtige, auch digitale, Projekte einzusetzen.“ Der Rathauschef betonte die Bedeutung des Glasfaserausbaus an sich: „Mit einem flächendeckenden und leistungsfähigen Breitbandnetz sichern wir nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit unserer Stadt, sondern auch die Lebensqualität unserer Bürger.“
Nadine Besold, bei der UGG zuständig für politische Interessenvertretung, betonte die Bedeutung der Kommunalpolitik für Infrastrukturprojekte wie den Glasfaserausbau: „Das Engagement von Bürgermeister Magg und seinem Team (...) sowie der enge Austausch mit der Stadtverwaltung haben das Projekt spürbar beschleunigt. Solche Partnerschaften sind der Maßstab dafür, wie wir Glasfaser gemeinsam, langfristig und bürgernah voranbringen.“
Lob für den Bürgermeister kommt von Jan Simons, Leiter Landes- und Kommunalpolitik bei Breko: Magg habe gezeigt, „wie erfolgreiche Digitalpolitik vor Ort funktioniert: durch Dialog, klare Zielorientierung und das entschlossene Vorantreiben des Glasfaserausbaus. Sein Engagement ist ein Vorbild dafür, wie Kommunen gemeinsam mit unseren Mitgliedsunternehmen die digitale Zukunft gestalten können“.

