Olching und FürstenfeldbruckUnbekannte vergiften Wildvögel

Zwei Rotmilane wurden Anfang Mai bei Olching mit einem nicht mehr zugelassenen Insektizid vergiftet (Symbolfoto).
Zwei Rotmilane wurden Anfang Mai bei Olching mit einem nicht mehr zugelassenen Insektizid vergiftet (Symbolfoto). Silas Stein/dpa

In zwei toten Rotmilanen wurde das Nervengift Carbofuran nachgewiesen, bei mehreren Krähen besteht der Verdacht.

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Im Landkreis Fürstenfeldbruck haben Unbekannte mehrere Wildvögel offenbar mutwillig vergiftet. Wie das Landratsamt am Donnerstag bekanntgab, wurde in zwei Anfang Mai bei Olching gefundenen toten Rotmilanen das Nervengift Carbofuran nachgewiesen. Auch bei mehreren toten Krähen, die im Brucker Ortsteil Aich gefunden wurden, bestehe ein entsprechender Verdacht.

Nachgewiesen wurde das Gift bei einer von der Unteren Naturschutzbehörde und dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) bei der Tierärztlichen Fakultät der Universität München beauftragten Untersuchung der toten Rotmilane. Die toten Krähen werden derzeit noch untersucht, hier gibt es noch keine Bestätigung, ob und, falls ja, welches Gift verwendet wurde.

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Das als Insektizid genutzte Carbofuran ist wegen seiner Gefährlichkeit für Mensch und Tier in vielen Ländern, unter anderem in der gesamten EU und in Nordamerika, nicht mehr zugelassen. Das Gift kann auch über die Haut aufgenommen werden, darum warnt das Landratsamt davor, tote Vögel anzufassen oder gar mitzunehmen. Außerdem soll man Kinder und Haustiere unbedingt von den Kadavern fernhalten.

Stattdessen bittet die Behörde darum, den Fundort durch Fotos und eine genaue Beschreibung zu dokumentieren und falls möglich die GPS-Daten zu erfassen. Gemeldet werden können verdächtige Funde toter Vögel bei der Polizei sowie unter www.tatort-natur.de.

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