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Olching:Begegnungszone statt Straße

Olchings Grüne wollen eine "Verkehrswende" erreichen

In den kommenden Jahren durchläuft die Amperstadt eine Verkehrswende. Zumindest, wenn es nach den Plänen und Vorstellungen der Grünen geht. Bei seiner jüngsten Mitgliederversammlung beschloss der Ortsverband Olching sein Programm für die Kommunalwahlen am 15. März.

Das Thema Verkehr spielt darin eine zentrale Rolle: Die Hauptstraße erfährt die Umwandlung zu einer sogenannten "Begegnungszone". Der Verkehr solle verlangsamt, das Nebeneinander von Fußgängern, Rad- und Autofahrern ermöglicht werden, schreiben die Grünen in einer Pressemitteilung. "Erfahrungen aus anderen Kommunen zeigen, dass sich die Aufenthaltsqualität signifikant verbessert, was den ansässigen Geschäften zu Gute kommt." Die im Stadtrat beschlossene Citybuslinie, die durch die Hauptstraße führt, soll den Menschen kostenlos genutzt werden können. Der ÖPNV würde weiter ausgebaut sowie die Barrierefreiheit verbessert, heißt es in der Pressemitteilung.

An eine Entspannung des Olchinger Verkehrs durch die Südwestumfahrung glauben die Grünen nicht. Es werde höchstens eine "marginale und nicht spürbare Entlastung für die Einfallsstraßen Fürstenfeldbrucker- und Roggensteinerstraße" geben, prognostiziert Heide Kuckelkorn, Sprecherin der Olchinger Grünen. Im Wahlprogramm kämpft der Ortsverband für das Ende der Straßenpläne. Der Eingriff in die Natur wäre Wahnsinn, sagt Kuckelkorn. Bürgermeisterkandidat Michael Maier stellt den Umweltschutz in den Vordergrund: Bis 2030 solle Olching klimaneutral werden. Ein Klimaschutzmanager solle zu dem Ziel beitragen.

Gleichzeitig planen die Olchinger Grünen das Schaffen von bezahlbarem Wohnraum, ermöglicht durch Investitionen von "Wohnbaugenossenschaften und Bauherrgemeinschaften" sowie dem Erhalt und Ausbau kommunaler Wohnungen.

© SZ vom 22.01.2020 / katk
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