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Olching:Appell an Planer und Politiker

Gegner der Olchinger Umfahrung fordern Ende des Straßenprojekts

Die Bürgerinitiative Ortsentwicklung Olching (BIOO) spricht sich gegen weitere Planungen zur Südwestumfahrung aus. Anlass war die Ankündigung des staatlichen Bauamtes am 3. Juli, an der Trasse der Staatsstraße 2069 festzuhalten, obwohl aufgrund eines neuen Wasserhaushaltsgesetzes und der Hochwassersituation des Starzelbaches eine Änderung der Pläne nötig wird. Im Herbst will die Behörde ein Änderungsverfahren beantragen.

Die Bürgerinitiative lehnt ein Festhalten an den Plänen ab. Sie pocht auf den aus ihrer Sicht fehlenden Nutzen: Weder die angestrebte Verkehrsentlastung für die Ortsdurchfahrt Olching, noch eine leistungsfähige Verbindung zwischen B 471 und B 2 könne durch die Umfahrung realisiert werden, erklärt Gert Schlenker, erster Vorsitzender der Bürgerinitiative Ortsentwicklung Olching. Daneben betont er auch die aus seiner Sicht hohen Risiken, die mit einer Trasse einhergehen würden: "Spätestens mit der jetzigen ungelösten Hochwasserproblematik wird offenkundig, dass diese höchst fragwürdige Südwestumfahrung nicht nur ihr Planungsziel völlig verfehlt. Sie richtet auch unwiederbringlichen Schaden an Natur und Landschaft an, zerstört unser Naherholungsgebiet im Südwesten Olchings und verursacht eine zusätzliche Immissionsbelastung von prognostizierten mehr als 9000 Fahrzeugen täglich." Schlenker appelliert daher sowohl an die Stadträte als auch an die "politisch Verantwortlichen im Staatlichen Bauamt, im Landtag und in der Regierung", weitere Planungen einzustellen.

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