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ÖDP:50 Prozent ökologisch

Robert Sedlmayr (ÖDP), Jahrgang 1967, ist Bankkaufmann und wohnt in Geltendorf. Sein Interesse gilt besonders den erneuerbaren Energien.

(Foto: OH)

Robert Sedlmayr (ÖDP) will die Landwirtschaft umstellen

Robert Sedlmayr, der Kandidat der ÖDP, kennt sich gut mit erneuerbaren Energien aus. Der 51-Jährige ist Gründungsmitglied und Vorsitzender des Solarvereins Geltendorf, der zwei Solaranlagen betreibt. Auch sonst meint es der 51-jährige Bankkaufmann ernst mit der Energiewende. Meist fährt er mit dem Rad die zwölf Kilometer von Geltendorf zu seinem Arbeitsplatz in der Sparkassen-Filiale in Grafrath.

Die ÖDP rechne mit einem Zuwachs von sechs Prozent bei Landtagswahl, sagt Sedlmayr. Wäre die Partei tatsächlich im Landtag vertreten, würde sie gleich versuchen, die 10-H-Regel wieder abzuschaffen, die momentan den Bau weiterer Windkraftanlagen verhindert. Sedlmayr liegt auch daran, die Produktion ökologischer Produkte in Bayern zu fördern - 50 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche Bayerns solle ökologisch bewirtschaftet werden und so vor dem Einsatz von Herbiziden und Pestiziden bewahrt werden. Das würde auch den Insekten gut tun. "Alles muss ineinander greifen", sagt Sedlmayr.

Er plädiert für die "wirtschaftliche Stärkung und Befriedung der Staaten, aus denen so viele Menschen fliehen müssen. Wir sollten keine Mauer bauen um Europa, sondern die Länder in Afrika konsequent unterstützen." So könne man Fluchtursachen bekämpfen.

Stolz ist der Kandidat, der seit 25 Jahren der ÖDP angehört, darauf, dass seine Partei keine Spenden von Firmen annehme und sich so ihre Unabhängigkeit bewahre. ÖDP-Politiker dürften auch nicht in Aufsichtsräten sitzen. "Das ist ein Alleinstellungsmerkmal."

Sedlmayr ist Zweiter Bürgermeister von Geltendorf und gehört dem Kreistag des Landkreises Landsberg am Lech an. Er ist geschieden und hat vier Kinder.

© SZ vom 02.10.2018 / ihr

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