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Notwendiger Bestandteil:Klares Bekenntnis zum Windrad

Landkreis-SPD unterstützt das nahe Jesenwang geplante Projekt

Die Landkreis-SPD unterstützt das geplante Windrad nahe Jesenwang. Unterbezirksvorsitzender Michael Schrodi begründet das damit, dass die Windkraft "notwendiger Bestandteil zum Erreichen der Klimaziele für den Landkreis" sei und sieht Landrat Thomas Karmasin und die CSU in der Pflicht, ebenfalls ein klares Bekenntnis abzugeben.

Schrodi gehört dem Umweltausschuss des Deutschen Bundestags ebenso an wie dem Kreistag Fürstenfeldbruck. Er weist darauf hin, dass Deutschland als erstes Industrieland gleichzeitig aus Atomkraft und Kohle aussteigen will und mit dem Klimaschutzgesetz den Weg zur Klimaneutralität gesetzlich verankert habe. Doch im Landkreis Fürstenfeldbruck passiere zu wenig. "Der Landkreis Fürstenfeldbruck hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 unabhängig von fossilen Energieträgern zu sein. Von diesen Zielen ist Landrat Karmasin Lichtjahre entfernt", betonen Schrodi und Daniel Liebetruth, Vorstandsmitglied der Landkreis-SPD und Germeringer Stadtrat, in einer gemeinsamen Erklärung. Um die Klimaziele im Landkreis zu erreichen, sei unter anderem der Windkraftausbau notwendig. Die SPD unterstützt deshalb die Pläne der "Bürger-Energie-Genossenschaft Freisinger Land" (BEG), in der Nähe von Jesenwang ein Windrad zu errichten. Dass diese auch Bürgern die Möglichkeit geben will, sich zu beteiligen und finanziell zu profitieren, begrüßen die beiden Politiker.

Dass im Landkreis der Anteil nachhaltig erzeugter Energie derzeit nur gut ein Viertel beträgt und die Klimaziele damit krachend verfehlt werden, liege in der Verantwortung Landrats und der Kreistagsmehrheit. Michael Schrodi: "Der geplante Standort ist bei der nur in Bayern bestehenden 10H-Regelung die einzige Möglichkeit, die Windkraft im Landkreis weiter auszubauen." Schrodi und Liebetruth erinnern daran, dass die SPD dem Koalitionspartner im Bund eine 1000-Meter-Abstandsregelung abgerungen habe - von der die Länder freilich nach unten abweichen können. Die CSU müsse sich ankreiden lassen, "den Ausbau der Windkraft in Bayern und bei uns im Landkreis Fürstenfeldbruck zum Erliegen gebracht" zu haben.

© SZ vom 06.08.2020 / slg

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