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Neuer Kreisverkehr:Mammendorf will nicht für Beleuchtung zahlen

Einen Kreisverkehr an der Kreuzung der Kreisstraße 2 und 9 will der Landkreis in diesem Jahr in Nannhofen bauen und einen Radweg nach Aufkirchen dazu. Der Kreisel soll eine Beleuchtung bekommen, doch der Gemeinderat von Mammendorf lehnt sowohl eine Kostenübernahme als auch eine Kostenbeteiligung ab. Bürgermeister Josef Heckl (Bürgergemeinschaft) vertrat in der jüngsten Ratssitzung den Standpunkt, dass die Gemeinde mit dem Erwerb des nötigen Grundes ihre "Bringschuld" erfüllt habe und alles andere Angelegenheit des Kreises sei. Im Gemeinderat wurde zudem kritisiert, dass die geplante Ausleuchtung "völlig überzogen" sei. Die Bayernwerk Netz GmbH sieht eine Straßenbeleuchtungsanlage mit acht Brennstellen vor, die knapp 70 000 Euro kosten würde. Zum Vergleich führte der Rathauschef an, dass man bei anderen Kreisverkehren mit nur vier Lampen (Mammendorf am Ortseingang der B2 und beim Toom-Markt in Fürstenfeldbruck) auskomme und in Moorenweis mit nur einem Masten mit drei Leuchtkörpern. "Damit kann man mehrere Fußballfelder oder ein ganzes Fußballstadion ausleuchten", befand BGM-Rat Martin Neheider. Thomas Holzmüller (FW) stört die "unnötige Lichtverschmutzung". In der Beratung wurde auch die Frage gestellt, wieso von den Umweltschützern kein Aufschrei zu vernehmen sei und ob man die Wildtiere vergessen habe, die durch das Licht quasi zu Abwanderung gezwungen werden. Auf Wunsch der Ratsmehrheit wird Heckl die Kreisverwaltung auffordern, für den Kreisverkehr lediglich die erforderliche Mindestausleuchtung vorzusehen.

© SZ vom 18.05.2021 / mann
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