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Natur:Ausgezeichnete Insektenfreunde

Emmering und Germering sind bei Wettbewerb erfolgreich

Die Gemeinde Emmering und die Stadt Germering gehören zu den bienenfreundlichsten Orten in Oberbayern. Der oberbayerische Bezirkstag möchte mit dem 2017 ins Leben gerufenen Wettbewerb ein Zeichen gegen das Insektensterben setzen, das "dramatische Ausmaße" annehme, wie Bezirkstagspräsident Josef Mederer bei seiner Rede zur Verleihung des Preises sagte. Besonders besorgniserregend findet er den Rückgang der blütenbesuchenden Insekten, wie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. "Damit sind elementare Grundlagen des menschlichen Daseins bedroht", sagte er.

Bei dem Wettbewerb werden Gemeinden geehrt, die mit ihrem Engagement eine Vorbildfunktion haben. Fünf Kriterien musste eine Gemeinde erfüllen, um in die Auswahl zu kommen: Gemeindeflächen wie Verkehrsinseln, Straßenränder oder Streuobstwiesen müssen bienen- und insektenfreundlich bepflanzt sein. Alle Flächen, die der Kommune gehören, sollen extensiv und bienenfreundlich bewirtschaftet werden.

Der Einsatz von Pestiziden ist auf solchen Flächen verboten, auch wenn sie verpachtet werden. Das Straßenbegleitgrün an gemeindeeigenen Straßen muss schonend behandelt werden, vor allem im Frühjahr und Sommer. Schließlich muss die Gemeinde den örtlichen Imkern Standplätze für ihre Bienen zur Verfügung stellen.

Emmering kam im Wettbewerb auf den mit 2000 Euro dotierten zweiten Platz. Die Jury hob die Anlage von Blühbändern sowie die bestehenden Streuobstwiesen im Gemeindegebiet hervor. Germering erhielt eine Anerkennungsurkunde. Insgesamt wurden 30 Gemeinden als vorbildlich ausgezeichnet. Der Bezirk wird den Wettbewerb fortsetzen.

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