Narrenzug:Die Suche nach dem Sieger

Narrenzug: Premiere hat das U-Boot beim Umzug der Damischen Ritter am vergangenen Sonntag in München.

Premiere hat das U-Boot beim Umzug der Damischen Ritter am vergangenen Sonntag in München.

(Foto: Manfred Amann)

30 Wagen werden von Juroren bewertet

Von Manfred Amann, Mammendorf

Bis zu 30 Motivwagen, ein gutes Dutzend Fußgruppen und eine Vielzahl einzelner "Maschgara" könnten am Faschingsdienstag in Mammendorf den längsten Narrenzug aller Zeiten bilden. Da am Sonntag in Moorenweis nach vier Jahren Pause ein Umzug stattfindet, rechnet Kulturreferent Anton Fasching damit, dass sich Wagen, Fußgruppen sowie Maskierte, die in der Nachbargemeinde mitgefeiert haben, auch in Mammendorf einreihen werden. Außerdem werden je nach Witterung mehrere Tausend Zuschauer erwartet, die aus Hütten am Straßenrand mit Würstel, Krapfen und Getränken versorgt werden. "Für die Organisatoren ist das eine große Herausforderung", so der Kulturbeauftragte. Während er sich um den Zugablauf kümmert, sorgt das Ordnungsamt dafür, dass alle Vorschriften eingehalten und kontrolliert werden. Erstmals darf die Nikolaistraße erst von 12.30 Uhr an zur Aufstellung befahren werden, um die Lärmbelastung durch Zugmaschinen und Riesenlautsprecher für die Anwohner zu begrenzen. Vor 12.30 Uhr müssen Wagen daher außerhalb des Ortes warten. Der Zug wird wieder von Mitarbeitern eines Security-Dienstes begleitet, die unter anderem darauf achten, dass die Boxen nicht zu laut aufgedreht werden und dass kein Schnaps getrunken wird. Nur Sekt, Wein und Bier sind erlaubt.

Seit Wochen wird in Mammendorf und in den sieben weiteren Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft in Hinterhöfen, Hallen und Garagen gebastelt, um mit einem möglichst imposanten Themenwagen auffahren zu können. Die schönsten werden prämiert, die Sieger erhalten einen Wanderpokal. Das Thema der Motivwagen, die überwiegend von den Burschenvereinen gebaut werden, wird aber möglichst geheim gehalten. "Es soll ja eine Überraschung sein", meint KBV-Chef Josef Mayer. Weniger bedeckt hält sich indes die Landjugend Luttenwang, die mit einem großen Wagenaufbau in Anlehnung an die aktuelle Janosch-Ausstellung "Von Panama bis zum Ammersee" auf dem Bauernhofmuseum Jexhof unter der Überschrift "Oh wie schön ist Luttenwang" den Abschluss der Dorferneuerung in den Mittelpunkt stellt. Lehrer und Schüler des Musikinstituts Kiendl-App werden den Umzug zum ausgelassenen Feiern nutzen, nachdem die Akkordeonspieler beim jüngsten Bezirksmusikwettbewerb in Isny im Allgäu vier Preise erspielt haben. Auch "Ettis Bayernstüberl" aus Hattenhofen wird wieder dabei sein und wie gewohnt mit einem "Riesenkoloss" auffahren. Christian Ettenberger und seine Freunde vom FC-Bayern-Fanclub gehen auf die Suche nach der "abgesoffenen Jamaika-Koalition" - mit einem U-Boot nebst Soldaten, das am vergangenen Sonntag schon beim Münchner Faschingsumzug der Damischen Ritter mitsegelte.

Faschingszug Mammendorf, Dienstag, 13. Februar: Start um 14 Uhr an der Nikolaikirche, Route über Bundestraße 2 Richtung Bahnhofstraße, Wenden am Kreisverkehr. 15.30 bis 21.30 Uhr: Faschingstreiben vor dem Bürgerhaus mit DJ Robert Böck;

© SZ vom 09.02.2018
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