Moorenweis:Üble Gerüchte

Polizei ermittelt Verbreiter von Fake-News über Kita

Geradezu horrorartige Gerüchte über die Moorenweiser Kindertagesstätte Sankt Ulrich sind vor etwa sechs Wochen auf einem Messengerdienst zu lesen gewesen. Nun hat die Polizei den Verursacher dieser Gerüchte gefunden. Es handelt sich um einen 47 Jahre alten Mann. Genauere Angaben machte die Polizei nicht. Am 25. März kam es in der Kita zu einem medizinischen Notfall, ein kleines Mädchen musste vom Notarzt versorgt werden. Vorsorglich landete auch ein Rettungshubschrauber auf dem Gelände, konnte aber unverrichteter Dinge wieder abfliegen. Noch am selben Tag kursierten über den Nachrichtendienst "Telegram" die wildesten Gerüchte, wonach in der Kita Kinder gegen Corona geimpft worden seien und es dabei mehrere Todesfälle gegeben habe. Etwa vier Wochen nach dem Vorfall fand die Kindergartenleitung einen anonymen Entschuldigungsbrief und einen kleinen Geldbetrag im Briefkasten. Von dem Geld sollte den Kindern eine kleine Freude gemacht werden, hieß es in dem Brief. Dessen Verfasser, Erfinder der Fake-News, konnte ermittelt werden. Im Gespräch war laut Polizeibericht aber kein klares Motiv für das Handeln des 47-Jährigen erkennbar. Vermutlich animierten ihn seine persönlich schwierigen Lebensumstände zu der frei erfundenen Geschichte. Für eine Zugehörigkeit zu Milieus wie den Impfgegnern oder Reichsbürgern ergaben sich keine Anhaltspunkte. Die Staatsanwaltschaft entscheidet über das weitere Vorgehen in der Sache.

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