Wahl in MoorenweisZweikampf ums Bürgermeisteramt

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Im Rathaus von Moorenweis muss die wichtigste Stelle neu besetzt werden.
Im Rathaus von Moorenweis muss die wichtigste Stelle neu besetzt werden. Jana Islinger

Nach dem Rücktritt von Joseph Schäffler müssen die Moorenweiser einen neuen Rathauschef wählen. Die Entscheidung fällt zwischen Monika Trauner und Christoph Gasteiger.

Von Manfred Amann, Moorenweis

In Moorenweis wird am 9. Februar ein neuer Bürgermeister gewählt. Es könnte aber auch eine Bürgermeisterin werden, denn das höchste politische Amt der Gemeinde wird sowohl von Christoph Gasteiger (CSU) als auch von Monika Trauner angestrebt. Trauner ist Vorsitzende der Gemeinschaft, die unlängst von einer Wählergruppe in einen Verein umgewandelt worden ist. Die Kandidaten hatten keinen internen Konkurrenten und wurden in der Vereinsgaststätte Pizzeria Bella einstimmig nominiert. Die dritte Fraktion im Gemeinderat, die Bürgervereinigung hat bereits verkündet, niemanden ins Rennen zu schicken. Damit ist der Wahlkampf zwischen den Kandidaten eröffnet. Nach den Worten von Michael Wenhart, Ortsvorsitzender der CSU, soll Mitte Januar eine Podiumsdiskussion organisiert werden.

Bürgermeisterkandidat der CSU: Christoph Gasteiger während der CSU-Veranstaltung zu seiner Kandidatenwahl.
Bürgermeisterkandidat der CSU: Christoph Gasteiger während der CSU-Veranstaltung zu seiner Kandidatenwahl. Jana Islinger

Christoph Gasteiger ist dritter Bürgermeister und vertritt seit etwa einem Jahr zusammen mit dem zweiten Bürgermeister Rudi Keckeis (Bürgervereinigung) den noch amtierenden Gemeindechef Joseph Schäffler (CSU). Schäffler ist aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig zurückgetreten. Er wird an diesem Dienstag vom Gemeinderat verabschiedet. Es ist der einzige Tagesordnungspunkt der Sitzung.

Gasteiger ist 47 Jahre alt, verheiratet und hat drei Kinder. Er arbeitet als Fachgruppenleiter im Aktualitätenzentrum des Bayerischen Rundfunks. „Ich bringe beruflich also Führungskompetenz mit“, sagt er. Außerdem ist er bis 2021 Kommandant der Moorenweiser Feuerwehr gewesen, seitdem amtiert er als Kreisbrandrat und oberster Feuerwehrmann des Landkreises. Krisenfestigkeit und Teamgeist zählt er ebenfalls zu seinen Kernkompetenzen. „Ich verfüge über ein hohes Maß an Konfliktlösungspotenzial und verstehe mich auf Moderieren und Organisieren“, so der Bewerber weiter.

Er sei kein Visionär, wisse aber, gegenwärtig und absehbar Wichtiges richtig anzupacken sowie das Sinnvolle mit dem Möglichen zu verbinden. Wichtig sei ihm Trotz aller Vorhaben wie Bau eines Kinderhauses die „Finanzen stabil“ zu halten. Seit 2014 ist Gasteiger Gemeinderat und seit 2020 dritter Bürgermeister. „Als Vertreter von Schäffler abwechselnd mit Keckeis habe ich am Bürgermeisteramt Gefallen gefunden und bin schon dabei, ein Betriebspraktikum zu absolvieren“, sagt er scherzhaft.

Katrin Staffler, Bundestagsabgeordnete und Kreisvorsitzende der CSU, sowie CSU-Ortschef Wenhart loben das „herausragende, zeitaufwendige, ehrenamtliche und harmonische Engagement“ beider Stellvertreter, das Gasteiger die Amtsübernahme erleichtern werde, so er denn die Wahl gewänne.

Bürgermeisterkandidatin der Gemeinschaft: Monika Trauner vor dem Rathaus von Moorenweis.
Bürgermeisterkandidatin der Gemeinschaft: Monika Trauner vor dem Rathaus von Moorenweis. Jana Islinger

Monika Trauner ist 46 Jahre alt, verheiratet, hat vier Kinder und ist Lehrerin an der Mittelschule Mittelstetten. Seit 2002 sitzt sie im Gemeinderat und ist Schul- und Kindergartenreferentin. „Ich bringe die Leidenschaft mit, Moorenweis voranzubringen“, versichert Trauner. Als Mitglied des Pfarrgemeinderates sowie als Leiterin von Kindergottesdiensten und einer Spielgruppe ist sie schon lange ehrenamtlich aktiv. „Ich glaube fest an das in Moorenweis vorhandene Potenzial“, sagt sie nach der Aufstellung zur Kandidatin. Als ein Ziel nennt sie, dass sich alle Altersgruppen in Moorenweis wohlfühlten. Ganz wichtig ist ihr der geplante Neubau eines siebengruppigen Kinderhauses, „in dem sich sowohl die Kinder als auch das Personal gerne aufhalten“.

Ebenso denkt sie an die Einrichtung einer Tagespflegeeinrichtung und daran, durch günstiges Bauland jungen Leuten den Verbleib in Moorenweis zu ermöglichen. Ferner will sie den „für Moorenweis typischen Gemeinschaftssinn“ fördern, zum Beispiel durch ein großes Schachspiel unter freiem Himmel. Ferner hat sie die „Ökologie im Blick“ und will eine Streuobstwiese anlegen. Außerdem wünscht sich Trauner ein Ärztehaus oder ein Gesundheitszentrum, um die Krankenversorgung in der Gemeinde zu verbessern.

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