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Mein Tag:Rückkehr nach zehn Jahren

Puchheim
Alter Leiter â€" neuer Leiter
Seit 15. Januar hat die VHS in Puchheim einen neuen Leiter.

Achim Puhl, neuer Geschäftsführer der Volkshochschule Puchheim.

(Foto: oh)

Achim Puhl leitet zum zweiten Mal die Volkshochschule Puchheim

Von Andreas Ostermeier

Achim Puhl ist zurück. Der neue Geschäftsführer der Volkshochschule Puchheim ist in der Stadt ein bekanntes Gesicht. Bereits von Februar 2006 bis September 2011 hat Puhl die Einrichtung der Erwachsenenbildung geleitet. Als er im Herbst 2011 ins Sauerland ging, um dort eine größere Volkshochschule (VHS) zu übernehmen, sprach der heute 54-Jährige davon, in Puchheim eine Heimat gefunden zu haben. In diese Heimat ist er jetzt zurückgekommen. Doch es ist nicht nur eine Rückkehr. Puhl sagt, er setze sich "ein Stück weit ins gemachte Nest", aber: "Es hat sich auch viel geändert". Da sind vor allem die Pandemie und ihre Auswirkungen, die auch in den Volkshochschulen zum Ende der Präsenzkurse geführt haben. Stattdessen sind Lehrveranstaltungen angesagt, bei denen die Teilnehmer am heimischen Computer sitzen. Deutlich wird das auch bei der Semestereröffnung am 25. Februar werden. Die soll virtuell stattfinden (Übertragung von 18.30 bis 20 Uhr; Link: https://www.edudip.com/de/webinar/virtueller-semesterstart/865516).

Die digitale Bildung ist für viele Kursteilnehmer Neuland. Vieles ist ungewohnt, so die Technik von Videokonferenzen oder dass man alleine vor dem Computerbildschirm sitzt. Doch Puhl erkennt in den digitalen Bildungsangeboten auch etliche Vorteile. So fällt die Teilnahme Personen leichter, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Auch wer nicht am Ort wohnt, kann die Angebote einer Volkshochschule nutzen. Ähnliches gilt für Dozenten. Sie können sich von anderswo zuschalten und ihren Vortrag halten. Der Vorteil digitaler Bildungsangebote liegt also in der räumlichen und zeitlichen Unabhängigkeit für Dozenten und Teilnehmer.

Digitale Angebote werden denn auch bleiben, wenn Präsenzkurse wieder möglich sein werden. Etliche Dozenten sind laut Puhl dafür geschult worden. Der neue VHS-Leiter kann sich zudem vorstellen, Hybridkurse anzubieten. Darunter sind Kurse mit Teilnehmerpräsenz zu verstehen, die auch online mitverfolgt werden können. Im kommenden Semester ist nach den Worten von Puhl Flexibilität gefragt. Denn Kurse werden mit Präsenz oder im Internet stattfinden, je nachdem was die Corona-Regeln gerade erlauben.

Für seine Arbeit hat sich der Diplom-Pädagoge vorgenommen, die Volkshochschule mit örtlichen Einrichtungen und Vereinen zu vernetzen. Er wolle die Kooperationen aus seiner ersten Amtszeit wieder aufnehmen, sagt der neue VHS-Leiter. Überdies will er die Nutzung sozialer Medien ausbauen. Begonnen hat Puhl damit schon. So ist seinen Angaben nach der erste Newsletter verschickt, und auch die Facebook-Seite steht. Zusätzlich sollen ein Instagram- und ein Youtube-Kanal aufgebaut werden.

Dass Puhl an seine frühere Wirkungsstätte zurückgekommen ist, war auch ein bisschen Zufall. Es sei immer klar gewesen, dass der Wechsel nach Nordrhein-Westfalen zeitlich beschränkt sein solle, sagt der alte und neue VHS-Leiter. Denn die Familie wollte nach Bayern zurück. Da kam die Leitungsstelle in Puchheim genau richtig.

Kursangebote der VHS Puchheim im Internet (www.vhs-puchheim.de) oder im Programmheft

© SZ vom 04.02.2021
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