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Mein Tag:Aus Zufall Zauberer

Markus Laymann ist eigentlich Rechtsanwalt.

(Foto: Carmen Voxbrunner)

Markus Laymann gibt einen Kurs im Brucker Ferienprogramm

Von Christina Strobl

Mit einem Geschenk zum Zeitvertreib begann Markus Laymanns Karriere als Zauberer. Damals lag er als 13-Jähriger im Krankenhaus, wusste nichts mit seiner Zeit anzufangen. Bis er ein Zauberbuch gegen die Langeweile bekam: Laymann las genau und sein Interesse für die Magie erwachte. Buch um Buch verschlang er, immer mehr aus der Welt der Magie und der Magier wollte er wissen. So trat er neben seinem Jura-Studium auf Kindergeburtstagen als Zauberer auf. "Ab da an ging es immer weiter und die Nachfrage wurde immer größer", erinnert sich der heute 49-jährige Rechtsanwalt. Bald begann er auf Hochzeiten, Jubiläen und anderen Feiern aufzutreten. "Jetzt trete ich eigentlich hauptsächlich in Theatern auf!"

Mit seiner Bekanntheit wuchs auch sein Repertoire an Tricks: Ob Becher, Karten oder Bücher, der gebürtige Fürstenfeldbrucker verzaubert sein Publikum ausschließlich mit seinen liebsten Kunststücken: "Das normale Partyprogramm besteht eigentlich nur aus Lieblingstricks." Trotz allem, hat er ein Schauspiel, welches er besonders gerne vorführt: "Dabei geht es um eine Buchseite, die verschwindet und dann wieder auftaucht", erklärt der Rechtsanwalt und Gesellschafter einer Marketingfirma.

Gelernt habe er den Trick von einem argentinischen Zauberer, der vor einiger Zeit zu Besuch in München war, um, zusammen mit Laymann, an einem Seminar teilzunehmen. Als sein lateinamerikanischer Kollege den Kunstgriff dann vollführte, war der Anwalt fasziniert: "Dann hat er mir den Trick sozusagen übergeben."

Nicht nur die aufgeführten Zaubereien zeichnen das Bild von Laymanns Magier-Auftritten: Mit seiner kabarettistischen Frechheit liebt es der Magier, seine Zuschauer konsequent mit in die Vorstellung einzubeziehen. Das Schönste für ihn ist es jedoch, den Leuten ein Staunen abzuringen: "Das ist eine Emotion, die es einfach nur beim Zaubern gibt."

Sein Publikum ungläubig den Kopf schütteln zu lassen, genoss Laymann bereits zu Beginns seiner Magier-Karriere im heimischen Fürstenfeldbruck. Denn dort ist der 49-Jährige nämlich geboren, aufgewachsen und entdeckte dort auch sein Gespür für die Illusion. In seiner Jugend war die Kreisstadt nicht nur sein Wohnort, sondern er war auch aktiv im Kreisjugendring beschäftigt. Auch hinsichtlich seiner Profession als Zauberer hatte er bereits in Bruck zu tun: "Ich habe schon einmal mit dem Fürstenfeldbrucker Museum zusammengearbeitet", erinnert sich Laymann. Dass er nun zurück in seiner Heimat sei, habe sich ergeben. Dennoch freue er sich darüber, wieder dorthin zurückzukehren, wo seine Karriere als Zauberkünstler seinen Anfang gefunden hat: "Die Verbindung nach Fürstenfeldbruck ist irgendwie immer da", sagt der Wahl-Münchner.

Der Magier verbindet Fürstenfeldbruck nicht nur mit seiner Kindheit und Jugends sondern auch mit dem Start seines größten Hobbys. Dass er im Rahmen des Sommerferienprogramms jetzt für zwei Tage Brucker Zauberlehrlinge unter seine Fittiche nehmen werde, kombiniert dies für ihn ideal.

© SZ vom 30.07.2020

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