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Michael Schweyer

Michael Schweyer

(Foto: privat)

Gröbenzells CSU wählt Michael Schweyer an ihre Spitze

Von Ariane Lindenbach

Politik und Sport, das sind die beiden Gebiete, die Michael Schweyer besonders interessieren - und die das Leben des 33 Jahre alten Gröbenzellers besonders prägen. Seit Kurzem sogar noch ein bisschen mehr als bisher, denn Schweyer () ist der neue Chef des CSU-Ortsverbandes. Er wurde von 96 Prozent der Mitglieder gewählt. "Ich habe mich sehr geehrt gefühlt", schildert der neue Ortsvorsitzende seine Reaktion auf die Anfrage aus dem Vorstand, ob er den Posten übernehmen wolle. Schweyer folgt auf Andreas Keefer, der sich nach zwei Amtsperioden, also vier Jahren, nicht mehr für diesen Posten zur Verfügung gestellt hat. Der Wechsel an der Spitze markiert auch einen Generationenwechsel: Keefer ist 58 Jahre alt, sein Nachfolger und Kollege im Gemeinderat ein Vierteljahrhundert jünger.

Dazu passt, dass Schweyer politisch die Belange der jungen Bevölkerungsgruppe mehr in den Vordergrund rücken möchte. Es werde in Gröbenzell sehr viel für Kinder und ältere Menschen gemacht, doch gerade für Jugendliche und junge Erwachsene ohne eigene Familie fehle es an Angeboten, moniert der bei einer Hochschule angestellte Politikwissenschaftler und Historiker. Er will eine altbekannte, aber bislang unverwirklichte Idee umsetzen, nämlich die von einem eigenen Jugendcafé. Für den CSU-Ortsverein möchte der Zweite Vorsitzende und Jugendleiter des Fußballklubs Grün-Weiß, der selbstledig und kinderlos ist, erreichen, "dass wir in der Öffentlichkeit noch mehr wahrgenommen werden, auch wenn keine Wahlen sind". Dabei denkt der Wissenschaftler sowohl an Vorträge - die könnten unter Umständen virtuell angeboten werden, sollten die Corona-bedingten Einschränkungen noch länger andauern - als auch an gesellschaftliche Veranstaltungen. Für Letztere freilich muss zunächst erst wieder so etwas wie Normalität einkehren. Doch dann könnte sich der neue CSU-Vorsitzende, der auch noch Schriftführer bei der Jungen Union ist und früher deren Vorsitzender war, vorstellen, beispielsweise beim beliebten Weinfest der JU mitzuwirken.

Schweyer ist 2018 in den Gemeinderat nachgerückt und im März wiedergewählt worden. Die Wahl zum CSU-Vorsitzenden fand unter strengsten Hygiene- und Sicherheitsauflagen im Saal des Freizeitheims statt.

© SZ vom 09.02.2021
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