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Mammendorf:Schambergerhaus bleibt zu

Mammendorf lehnt Konzept für Zwischennutzung ab

Wie erwartet hat der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung den Antrag von Christian Scheider auf eine Zwischennutzung des Schambergerhauses als Kunst- und Kulturladen abgelehnt. Die Ratsmitglieder nahmen Scheiders Vorstoß jedoch zum Anlass, prüfen zu lassen, ob und unter welchen Voraussetzungen vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt eine Zwischennutzung möglich ist. Für das Schambergerhaus soll im Rahmen eines staatlich geförderten Entwicklungskonzeptes eine Nutzung erarbeitet werden. Dies kann aber noch dauern, da zuerst der Dorfplatz fertiggestellt und die alte Schule saniert werden sollen. Scheider wollte dem ehemaligen Kramerladen aus dem 19. Jahrhundert, vorerst nur über die Wintermonate hinweg, mit verschiedenen Veranstaltungen als Kunst- und Kulturladen Leben einhauchen und auf diese Weise helfen, den weiteren Verfall hinauszuzögern. Da nach Ansicht der Ratsmitglieder hinsichtlich Brandschutz, Heizung und Stromversorgung keine sicheren Voraussetzungen gegeben sind, aber insbesondere, weil laut Kreisbaubehörde für eine Nutzungsänderung ein Bauantrag gestellt und genehmigt werden muss, stellte Bürgermeister Josef Heckl (Bürgergemeinschaft) fest: "Eine kurzfristige Genehmigung der Zwischennutzung ist nicht möglich". Da Scheider in Vorverhandlungen klar geworden war, dass sein Vorhaben nicht durchführbar sein werde, hatte er seinen Antrag schon vor der Sitzung zurückgezogen. Ganz zwecklos war Scheiders Antrag jedoch nicht, denn er hat eine Diskussion mit Folgen in seinem Sinne ausgelöst. Um eventuell zu einem späteren Zeitpunkt eine Zwischennutzung genehmigen zu können, hat der Gemeinderat beschlossen, einen Zuwendungsantrag im Rahmen der Städtebauförderung zu stellen. Außerdem wurde die Verwaltung beauftragt, von drei Architekturbüros Angebote zur Erstellung einer Machbarkeitsstudie für eine Zwischennutzung und für eine dauerhafte Nutzung einzuholen.

© SZ vom 25.11.2020 / mann
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