Auszeichnung in MammendorfAltbürgermeister Johann Thurner wird Ehrenbürger

Lesezeit: 2 Min.

Altbürgermeister ist er schon, jetzt wird Johann Thurner auch Ehrenbürger von Mammendorf.
Altbürgermeister ist er schon, jetzt wird Johann Thurner auch Ehrenbürger von Mammendorf. Niels P. Jørgensen

125 Gäste gratulieren bei einem Festabend dem 75 Jahre alten Kommunalpolitiker. „Du hast die Ehrung mehr als verdient“; sagt Bürgermeister Josef Heckl.

Von Manfred Amann, Mammendorf

Johann Thurner, von 1994 bis 2014 Bürgermeister von Mammendorf, ist Ehrenbürger der Gemeinde. Bei einem Festabend mit 125 geladenen Gästen hat ihm Bürgermeister Josef Heckl im Bürgerhaus die höchste Auszeichnung der Gemeinde verliehen. Als Erinnerungsgeschenk ließ die Gemeinde eine Briefmarke mit Thurners Konterfei drucken.

„Im Gemeinderat sind wir uns einig, du hast die Ehrung mehr als verdient“, sagte Heckl. Die Liste seiner Verdienste für den Ort, für die Region und für die Menschen sei ellenlang. Besonders hob Heckl Thuners historisches Interesse für seine Heimat hervor. Dieses habe sich bei der 1250-Jahrfeier gezeigt und sei in der neuen Ortschronik und im Häuserbuch deutlich erkennbar. Mit Eifer habe er den Bau des ersten Windrades im Landkreis auf Mammendorfer Gebiet unterstützt und mit Begeisterung die kommunale Partnerschaft mit der französischen Gemeinde „Brem sur Mer“ gefördert und „sogar Französisch gelernt“.

Als Kommunalpolitiker und Förderer von Organisationen lebe Thurner förmlich für die Gemeinde. „Du bist ein Mammendorfer durch und durch“. Seine Frau Anne und seine beiden Söhne hätten ihm den Rücken freigehalten, dankte der Gemeindechef. Thurner sei die „Ehrenamt-Allzweckwaffe“ des Dorfes. Schon als Jugendlicher habe er Verantwortung übernommen, zunächst bei der Burschenschaft, dann als Fußballjugendtrainer, bei der Theatergemeinschaft, im Pfarrgemeinderat, und auch heute noch opfere er seine Freizeit für alles, was ihm wichtig ist. Zum Beispiel für den Förderverein Freizeitpark Mammendorf, um dessen Fortbestand zu sichern.

Thurner, am Tag vor der Ehrung 75 geworden, lernte Sanitärinstallateur und Heizungsbau und übte den Beruf bis 1971 aus. Nebenher erwarb er die Fachhochschulreife, studierte Versorgungstechnik und arbeitete als Diplomingenieur, zuletzt in der Hauptabteilung Hochbau in München, bis er Bürgermeister wurde. „Zielstrebig war der Hans immer“, erzählte Heckl. Gradlinig, manchmal etwas streng aber immer fair und auf Einvernehmen bedacht, verstehe er seine Vorstellungen durch- und umzusetzen.

Tanzeinlage: Die Moasawinkler-Trachtler gratulieren Johann Thurner zur Ehrenbürgerwürde.
Tanzeinlage: Die Moasawinkler-Trachtler gratulieren Johann Thurner zur Ehrenbürgerwürde. Niels P. Jørgensen

Thurners kommunalpolitische Karriere begann 1990 als Gemeinderat, drei Jahre später wurde er zum zweiten und 1994 zum ersten Bürgermeister gewählt - zunächst ehrenamtlich, von 1996 an berufsmäßig. Von 1996 an engagierte sich der Geehrte im Fürstenfeldbrucker Kreistag für Kultur, Freizeit und Sport und als Finanzreferent.

Es sei für nicht immer leicht für ihn, die Interessen seines Ortes und der VG-Kommunen zu vertreten und gleichzeitig für den Landkreis eine akzeptable Kreisumlage herauszuholen, befand Landrat Thomas Karmasin in seinem Grußwort. Mit einem hohen Maß an Sachlichkeit habe Thurner den Interessenkonflikt aber stets vorbildlich gemeistert. „Lieber Hans, bleib so wie du bist“.

SZ Good News
:Gute Nachrichten aus München – jetzt auf Whatsapp abonnieren

Mehr positive Neuigkeiten im Alltag: Die Süddeutsche Zeitung verbreitet jeden Tag auf Whatsapp ausschließlich schöne und heitere Nachrichten aus München und der Region. So können Sie ihn abonnieren.

Von 2002 an war Thurner auch Kreisvorsitzender des bayerischen Gemeindetages, für den Grafraths Bürgermeister Markus Kennerknecht gratulierte und ihn als „Klassensprecher“ für die 23 Landkreisgemeinden würdigte, der keinen Konflikt gescheut habe. Nach Thurners Dankesworten gratulierten die Gäste stehend mit minutenlangem Applaus.

© SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Regelungen für Biergärten und Volksfeste
:Brucker Wirt zieht gegen Kiff-Verbot nach Karlsruhe

Der Fürstenfeldbrucker Gastronom und ehemalige BBV-Stadtrat Andreas Rothenberger wehrt sich gemeinsam mit einem Schmerzpatienten und einem Konsumenten aus Vaterstetten gegen das in Bayern geltende Cannabis-Gesetz.

SZ PlusVon Stefan Salger

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: