Mammendorf Hetze gegen Landwirte beklagt

Bauernobmann Huber kritisiert Artenschutz-Volksbegehren

Selten habe ein Berufsstand eine solche Hetze und Verunglimpfung ertragen müssen wie die Landwirtschaft im Zuge des Volksbegehrens "Rettet die Bienen". Wäre das anderen Berufszweigen passiert, wären die Urheber der Kampagne längst öffentlich und in den Medien bloß gestellt worden, glaubt Georg Huber, Obmann des Kreis-Bauernverbandes. Auf dem Landfrauentag am Dienstag im Bürgerhaus bot er aber dennoch an, ganz nach dem Motto der Veranstaltung: "im Dialog bleiben", mit allen über die Konsequenzen und über Alternativen zu den teils unvernünftigen Zielsetzungen des Volksbegehrens zu sprechen. "Wir standen immer in Dialog mit denen, die ihn ernsthaft suchten, und daran wird sich auch nichts ändern." Erfreulich sei, dass sich die Bauernschaft "geschlossen wie noch nie" mit Aktionen gegen die Verurteilung als Verursacher des Artensterbens gestemmt habe und so zusammengeschweißt worden sei, um sich gegen das offensichtlich bewusst aufgebaute Feindbild Landwirt zu wehren. Die Initiative der Mammendorfer Bauern, Flächen an Paten zu übergeben, finde er gut, sagte Huber. "Typisch für bestimmte Leute" sei, dass sofort beklagt worden sei, dass die Bauern Geld verdienen wollten, statt den Grund kostenlos anzubieten. "Darf ein Landwirt nichts verdienen - wo sind wir denn!", schimpfte der Bauernvertreter und appellierte an die Landfrauen, die Bevölkerung weiterhin über die Arbeit und über den von Landwirten ohnehin betriebenen Natur- und Artenschutz aufzuklären. An die Politik richtete er die Forderung, dem Volksentscheid einen Gesetzentwurf entgegen zu stellen, der alle Lebensbereiche einbezieht.