Die evangelische Kirchengemeinde Grafrath bereitet sich nach der Entwidmung der Türkenfelder Friedenskirche auf den Abschied von der zweiten Kirche vor. Bereits im April 2024 hat der Kirchenvorstand auch die Entwidmung der Martin-Luther-Kirche in Mammendorf beschlossen. Gründe hierfür sind vor allem die finanzielle Situation der Gemeinde, die sinkende Zahl der Gemeindemitglieder sowie die Sanierungsbedürftigkeit der Häuser.

„Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen“, schreiben Pfarrer Axel Schmidt, Pfarrerin Patricia Röhm und Vertrauensfrau Britta Morgenroth für den Kirchenvorstand. Zahlreiche Gespräche seien geführt worden, es habe eine gründliche Abwägung gegeben sowie ein intensives Ringen um mögliche Alternativen. Nun soll der Abschiedsprozess in Mammendorf aktiv gestaltet werden. Die Immobilie werde aufgegeben, nicht aber der Standort. „Auch künftig werden wir Gottesdienste in Mammendorf feiern und als Kirchengemeinde vor Ort präsent bleiben.“ Ein Informationsabend findet am Donnerstag, 19. Februar, von 16 Uhr an in der Martin-Luther-Kirche statt, ein zweites Treffen beginnt am Donnerstag, 12. März, um 19 Uhr. Dann sollen die Hintergründe der Entscheidung erläutert und über die weiteren Schritte informiert werden.

„Gemeinsam mit Ihnen wollen wir den Abschied planen und gestalten.“ Das Abschiedswochenende ist für Freitag bis Sonntag, 16. bis 18. Oktober, vorgesehen. Der Gottesdienst zur Entwidmung der Martin-Luther-Kirche am Sonntag, 18. Oktober, beginnt um 10 Uhr.
Grafrath ist nicht die einzige evangelisch-lutherische Kirchengemeinde, die sich von gering ausgelasteten und sanierungsbedürftigen Immobilien trennt. Noch im Juni soll auch die evangelische Versöhnungskirche in Emmering entwidmet werden.

