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Mammendorf:Ein Ort für Jedermann

Josef Heckl

Eine hohe Aufenthaltsqualität solle das Ziel der Planungen sein, sagt Bürgermeister Josef Heckl.

(Foto: Günther Reger)

Mammendorf plant Umbau des Dorfplatzes

Der Erweiterungs-Anbau des Rathauses in Mammendorf wird bald fertig sein. Momentan ist die Fassade dran und der Innenausbau kommt zügig vorn. Danach soll angrenzend der Dorfplatz angelegt werden. Landschaftsarchitekt Hans Brugger hat dafür unlängst vier Gestaltungsvarianten vorgestellt, in denen die Ergebnisse der ersten Bürgerbeteiligung im März berücksichtigt wurden. 80 Mammendorfer hatten damals teilgenommen Zur erneuten Beratung mit Bürgern kamen nur knapp 30 Interessierte, um mit Anregungen zur Gestaltung des Dorfplatzes möglichst ein "Optimum" zu erreichen.

"Jeder, egal ob Eltern mit Kindern, Rathausbesucher oder Gäste, soll sich auf dem Platz wohl fühlen, daher muss eine hohe Aufenthaltsqualität das Ziel der Planung sein", sagte Bürgermeister Josef Heckl. Die Gemeinde beteiligt sich am Bundesprogramm "soziale Stadt". Hierfür wird derzeit das sogenannte "integrierte städtebauförderliche Entwicklungskonzept (ISEK)" vom Büro Hummel/Kraus erarbeitet, in dem auch der einstige unter Denkmalschutz stehende Kolonialwaren-Laden Schamberger saniert und für eine neue, eventuell kulturelle Nutzung umgebaut werden soll. Der Dorfplatz soll eine "multifunktionale Nutzung" ermöglichen. Zum Beispiel sollen Wochenmärkte ausreichend Platz haben, nach der Trauung im Rathaus Hochzeitsgesellschaften feiern können und auch große Vereins- und Dorffeste möglich sein.

Große Bedeutung hatten Bürger in der ersten Veranstaltung dem Element Wasser und Sitzmöglichkeiten beigemessen, außerdem sollte eine stellenweise Begrünung für Auflockerung und auch Schatten sorgen. Ebenso soll auf Barrierefreiheit größter Wert gelegt werden, sagte Brugger. In seinen Entwürfen präsentierte der Landschaftsarchitekt Möglichkeiten, den Platz mit Grünelementen, Wasserspiel und Sitzgelegenheiten zu gestalten, ohne die Nutzung einzuschränken. Mit Blumen und Stauden bepflanzte Grüninseln, die Bodenanschluss haben sollten, könnten mit organischen oder rechteckigen Einfassungen aus Holz oder Edelstahl den Platz im hinteren Bereich auflockern, so Brugger. Zudem sollten die Sitzmöglichkeiten aus Platzgründen in die Einfassungen integriert werden. Unweit davon könnte Wasser aus dem Boden sprudeln oder Fontänen spritzen. Zur Bundestraße hin schlägt Brugger zwei Grüninseln mit Bäumen vor, die aber die Sicht auf den Platz nicht einschränken sollen. Die Platzwirkung sei ganz wichtig, erklärte Brugger und regte an, den Bürgersteig bei der Pflasterung mit einzubeziehen und auch den hinteren Bereich, womöglich samt Parkplätzen entsprechend mit Granitsteinen unterschiedlicher Größe hinzuzunehmen.

"Rasengittersteine wie bislang geplant, sind ohnehin nach ein paar Jahren dicht und lassen kein Wasser mehr versickern", befand ein Besucher. Diskutiert wurde auch, ob der Bereich um das erweiterte Rathaus das gleiche Pflaster wie der Dorfplatz bekommen soll, da dies die Platzwirkung noch verstärken würde. Auf Vorschlag von Altbürgermeister Johann Thurner wird noch geprüft, ob westlich des Rathauses mit Nachbarn eine gemeinsame Zufahrtregelung geschaffen werden kann. Sonst wäre laut Brugger zu überlegen, ob dort eine Begrünung gepflanzt werden kann. Etliche Bürger sprachen sich dafür aus, statt rechteckigne ovale oder runde Grüninseln zu schaffen und darauf zu achten, dass man bei Überquerung der Straße nicht direkt auf eine Grüninsel stößt. Thurners Anregung, Pflanztröge aufzustellen, die man bei Bedarf wegräumen kann, wurde nicht angenommen.