EnergiewendeInvestoren für Windpark Rottbach gesucht

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Bislang gibt es im Landkreis zwei Windräder, die seit 2014 und 2015 sehr profitabel arbeiten und ebenfalls von den Stadtwerken Fürstenfeldbruck betrieben werden.
Bislang gibt es im Landkreis zwei Windräder, die seit 2014 und 2015 sehr profitabel arbeiten und ebenfalls von den Stadtwerken Fürstenfeldbruck betrieben werden. Carmen Voxbrunner

Die Bürgerenergiegenossenschaft Maisacher Land stellt für finanzielle Beteiligung bis zu gut fünf Prozent Verzinsung in Aussicht.

Von Stefan Salger, Maisach

Die Genossenschaft „Bürgerenergie Maisacher Land“ ist dem Bau eines Windparks beim Maisacher Ortsteil Rottbach und damit dem Ziel der lokalen Energiewende einen großen Schritt nähergekommen. Zwei Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von etwa elf Megawatt sollen möglichst von Ende 2027 an um die 2500 Haushalte mit sauberem Strom versorgen – „aus der Region, für die Region“, wie es Thomas Köck, der Vorstandsvorsitzende, formuliert.

„Nach Abschluss des immissionsrechtlichen Genehmigungsverfahrens und vorbehaltlich etwaiger Einwände“ laufe die Vorbereitung auf die Ausschreibung der Bundesnetzagentur. Der Bau der Anlagen ist fürs kommende Jahr vorgesehen. Betrieben werden sollen sie von den Stadtwerken Fürstenfeldbruck. Getragen wird das Projekt von einer gemeinsamen Gesellschaft, der Bürgerenergie Maisacher Land, Stadtwerken Fürstenfeldbruck und Gemeinde Maisach angehören. „Der Windpark Rottbach ist für uns ein Meilenstein“, so Köck.

Beteiligung durch Nachrangdarlehen

Die Bürgerenergie Maisacher Land bietet nun Beteiligungen über Nachrangdarlehen an. Dabei handelt es sich um Kredite, die im Falle einer möglichen Insolvenz des Kreditnehmers erst nach den Forderungen anderer Gläubiger bedient werden. Diese Art von Darlehen stellt ein höheres Risiko für Gläubiger dar. Nachrangdarlehen werden häufig ausgegeben, um Kapital zu beschaffen, ohne die Kontrolle über ein Unternehmen zu verlieren.

Mitglieder der Genossenschaft können sich mit Beträgen von mindestens 2000 Euro engagieren. Bei zehn Jahren Laufzeit soll eine jährliche Verzinsung von 4,25 Prozent garantiert werden, bei 20 Jahren 5,25 Prozent. Die Nachrangdarlehen sollen als Eigenkapitalersatz dienen und sind damit ein wesentlicher Baustein für die Realisierung des Windparks. Die erste Beteiligungsrunde unter Genossenschaftsmitgliedern sei bereits ein Erfolg gewesen, so Köck. Nun werde der Kreis erweitert.

Mitgliedschaft als Voraussetzung

Voraussetzung für die Vergabe eines Nachrangdarlehens ist die Mitgliedschaft in der bislang 350 Personen umfassenden Energiegenossenschaft. Die gibt es für einen Beitrag von mindestens 200 Euro. Neben dem Windpark arbeitet die Bürgerenergie Maisacher Land an weiteren Photovoltaikprojekten in der Gemeinde.

Informationen unter www.buergerenergie-maisacherland.de

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