AuszeichnungDenkmalmedaille für Fürstenfeldbrucker Hobby-Historikerin

Anna Ulrike Bergheim bekommt die Denkmalmedaille des Freistaats.
Anna Ulrike Bergheim bekommt die Denkmalmedaille des Freistaats. Carmen Voxbrunner

Die Maisacherin Anna Ulrike Bergheim hat es geschafft, archäologische Funde anschaulich zu präsentieren. Jetzt erhält die frühere Vorsitzende des Historischen Vereins Fürstenfeldbruck dafür eine wichtige Auszeichnung des Freistaats.

Für ihr besonderes ehrenamtliches Engagement im Bereich Archäologie und Bodendenkmalpflege ist Anna Ulrike Bergheim mit der Denkmalschutzmedaille des bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst und des Landesamtes für Denkmalpflege ausgezeichnet worden. Die in Maisach lebende Bergheim, Anwältin und Redakteurin des Maisacher Geschichtshefts Maisaha, war von 2015 bis 2023 Vorsitzende des Historischen Vereins Fürstenfeldbruck.

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Geehrt wurde die 69-Jährige vor allem für ihre Verdienste um die Archäologie und Bodendenkmalpflege.  Für die Ausstellung „Bodenschätze“ holte sie 2018 und 2019 zusammen mit anderen Ehrenamtlichen in jeder Kommune des Landkreises Fundstücke aus dem Archiven – Schwerter und Münzen, Gewandnadeln und einen Eisenbarren, die mehr als 10 000 Jahre Geschichte und Vorgeschichte repräsentierten. Dafür arbeitete der Historische Verein mit Archäologiestudenten zusammen.

Diese etwa 1400 Jahre alte Riemenzunge, gefunden in Maisach, gehörte zur Ausstellung. 
Diese etwa 1400 Jahre alte Riemenzunge, gefunden in Maisach, gehörte zur Ausstellung.  Helga Zaunrieth

Die Stücke wurden zunächst in den Herkunftsgemeinden gezeigt und schließlich alle gemeinsam im Landratsamt Fürstenfeldbruck. Dabei wurde immer auch die Geschichte hinter den Funden erzählt. Wissenschaftler bezeichneten das Konzept als vorbildlich für ganz Bayern. Aber Bergheim hatte immer auch die jüngere und jüngste deutsche Geschichte wie die NS-Zeit und das Olympia-Attentat von 1972 im Blick.

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