Bedürftige im Landkreis FürstenfeldbruckMaisacher Tafel ist vorerst gerettet

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Ein Kühllaster der Tafeln der Bürgerstiftung: Gesucht wird  jemand, der sich ehrenamtlich um dieses und weitere Fahrzeuge und ihren Einsatz kümmert.
Ein Kühllaster der Tafeln der Bürgerstiftung: Gesucht wird  jemand, der sich ehrenamtlich um dieses und weitere Fahrzeuge und ihren Einsatz kümmert. Bürgerstiftung
  • Die Maisacher Tafel ist nach einem Hilferuf im November durch viele Spenden vorerst gerettet und schreibt wieder schwarze Zahlen.
  • Die Tafel benötigt jährlich rund 40 000 Euro und ist auf dauerhafte Spender angewiesen, um langfristig abgesichert zu sein.
  • Die Bürgerstiftung sucht einen ehrenamtlichen Fahrzeugbeauftragten für die Wartung der Kühltransporter, um Kosten zu sparen.
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Ein Hilferuf im Herbst hat große Solidarität ausgelöst. Dank vieler Spenden kann das Projekt der Bürgerstiftung weitergeführt werden. Warum es trotzdem nicht über den Berg ist.

Von Ingrid Hügenell, Maisach

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Gute Nachrichten: Die Maisacher Tafel schreibt wieder schwarze Zahlen. Das teilt die Bürgerstiftung für den Landkreis Fürstenfeldbruck mit. „Wir danken den vielen Spenderinnen und Spendern, die uns dabei geholfen haben, dass die Tafel ihre Arbeit in diesem Jahr stemmen kann“, heißt es in der Mitteilung. Doch es brauche weiterhin Unterstützung, und zwar dauerhaft.

Im November hatte die Bürgerstiftung einen Hilferuf verbreitet, nachdem zwei Großspender weggefallen waren und plötzlich eine fünfstellige Summe fehlte – fast die Hälfte des Spendenaufkommens für die Maisacher Tafel. Trotz aller Bemühungen der Bürgerstiftung, die bis auf die Germeringer alle vier Tafeln im Landkreis betreibt, zeichnete sich ein Defizit in Höhe von etwa 6000 Euro ab. Doch der Hilferuf über Presse und soziale Medien an die Öffentlichkeit sowie an die Bürgermeister im Einzugsgebiet der Tafel Maisach, das bis nach Althegnenberg reicht, zeigte offenbar Wirkung.

„Die Resonanz war überwältigend“, teilt Geschäftsführerin Katrin Rizzi mit. Sie ist für die Tafeln verantwortlich. Die Gemeinden Maisach, Mammendorf und Egenhofen unterstützten demnach die Tafel über ihre Sozialfonds. Die Gemeinde Maisach habe darüber hinaus eine dauerhafte Adventsspendenaktion eingerichtet. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie etliche Unternehmen spendeten für die Tafel, und auch das Hilfswerk „Gute Werke“ der Süddeutschen Zeitung. „Dank dieser breiten Unterstützung konnte das Defizit vollständig ausgeglichen und der Betrieb der Tafel Maisach für das Jahr 2026 gesichert werden“, schreibt Rizzi weiter. Doch für den laufenden Betrieb benötige die Tafel jährlich rund 40.000 Euro.

Daher sei die Bürgerstiftung auf Spenderinnen und Spender angewiesen, insbesondere auf solche, die die Maisacher Tafel dauerhaft unterstützen wollen. „Nur so kann sie langfristig abgesichert und zudem vermieden werden, dass sich eine Situation wie 2025 wiederholt“, erklärt Rizzi. Ob diese verlässlichen Spenden Anfang oder Ende des Jahres eingingen oder zwischendurch, sei nebensächlich. „Es braucht eine beständige Lösung“, bekräftigt Rizzi auf Anfrage.

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Die Maisacher Tafel unterstützt etwa 590 Menschen mit Lebensmittelspenden – Alte und Alleinerziehende, Kranke und Geflüchtete, Leute, denen das Geld nicht reicht. Lebensmittel von der Maisacher Tafel werden auch an Bedürftige aus Gernlinden, Althegnenberg, Egenhofen, Hattenhofen, Mammendorf, Mittelstetten, Ober- und Unterschweinbach ausgegeben, an drei Tagen pro Woche. An fünf Tagen sind die unbezahlten, freiwilligen Helfer per Auto unterwegs, um die gespendeten Lebensmittel einzusammeln. Dadurch entstehen Rizzi zufolge hohe Benzinkosten.

Auch der Unterhalt der Fahrzeuge ist teuer. Es handelt sich um Transporter mit Kühleinrichtung, damit die Lebensmittel sicher transportiert werden können. Die Bürgerstiftung sucht deshalb einen ehrenamtlichen Fahrzeugbeauftragten oder eine Beauftragte, der oder die ein Händchen für Kraftfahrzeuge hat oder sogar in diesem Bereich gearbeitet hat. „Ich glaube, das ist ein ganz schönes Ehrenamt für jemanden, der in diesem Bereich kompetent ist“, sagt Rizzi. Und es könnte der Bürgerstiftung viel Geld sparen. Vor allem, wenn kleinere Reparaturen selbst ausgeführt werden könnten. Wer sich das zutraut, kann sich unter Telefon 08141/34 87 22 oder per E-Mail an info@buergerstiftung-lkr-ffb.de melden.

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