Luther:Das Miteinander im Vordergrund

Reformationstag

Der evangelische Dekan Stefan Reimers begrüßt im Kurfürstensaal die Gäste eines Empfangs zum 500. Jahrestag der Reformation.

(Foto: Privat)

Evangelische und katholische Christen begehen in Fürstenfeld gemeinsam den 500. Jahrestag der Reformation

Die evangelischen und katholischen Christen der Stadt Fürstenfeldbruck haben den 500. Jahrestag der Reformation gemeinsam in einem festlichen ökumenischen Gottesdienst in der bis auf den letzten Platz gefüllten ehemaligen Klosterkirche Fürstenfeld begangen. In seiner Predigt ging der evangelische Dekan Stefan Reimers, welcher zusammen mit dem katholischen Dekanstellvertreter Wolfgang Huber den Gottesdienst leitete, zunächst auf die Gründungsgeschichte von Fürstenfeld ein. Hatte doch der bayerische Herzog Ludwig II., der Strenge, seine unschuldige Gemahlin hinrichten lassen und dafür zur Sühne im 13. Jahrhundert das Kloster errichtet.

Dessen Sohn, Kaiser Ludwig der Bayer, nannte es deshalb einen "Tempel der Vergebung". Dass sich an diesem Ort erstmals zu einem Jahrhundertjubiläum des Reformationstages evangelische und katholische Christen gemeinsam zum Gottesdienst versammeln, nannte er ein starkes Zeichen gegenseitiger Vergebung, standen doch solche Jubiläen in früheren Jahrhunderten immer eher im Zeichen der Abgrenzung voneinander. "Fürchtet euch nicht!" zitierte er schließlich das Evangelium und rief die Christen dazu auf, weiterhin furchtlos aufeinander zuzugehen.

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst an diesem Abend vom Posaunenchor der evangelischen Erlöserkirche und einem Chor, der aus Mitgliedern der Erlöserkirche und der katholischen Gemeinden gebildet war. Beim anschließenden Empfang im angrenzenden Churfürstensaal sprachen außer Dekan Stefan Reimers auch ein Vertreter des Landratsamtes und Fürstenfeldbrucks Oberbürgermeister Erich Raff. Alle gaben ihrer Freude darüber Ausdruck, dass die christlichen Kirchen heute nicht das Trennende in den Vordergrund stellen, sondern verstärkt das Miteinander suchen würden.

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