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Lange Wartezeiten:Anstehen für die Zulassung

Privatkunden müssen oft noch mehrere Stunden warten

Von Heike A. Batzer, Fürstenfeldbruck

Privatkunden müssen an der Kfz-Zulassungsstelle Fürstenfeldbruck immer noch mit Wartezeiten von mehreren Stunden rechnen. Das gab das Landratsamt am Freitag in einer Pressemitteilung bekannt. Demzufolge entstand coronabedingt im Vergleich zum Vorjahr ein Rückstau von 9500 unerledigten Zulassungsvorgängen, was fast einem Sechstel der gesamten Kfz-Zulassungen des Jahres 2019 entspricht. Seitdem der Betrieb für Kunden ohne Termin vor zwei Wochen wieder aufgenommen wurde, beobachtet das Landratsamt eine Nachfrage, die "größer ist als gewöhnlich" und räumt ein, dass "dies zu zum Teil langen Wartezeiten führt". Da für die Bearbeitung von Zulassungsvorgängen aber entsprechendes Wissen notwendig sei, lasse sich zusätzliches Personal nicht auf die Schnelle akquirieren.

Die während der Ausgangsbeschränkungen vorübergehend erlaubte Zulassung im Online-Verfahren und auf dem Postweg wurde Ende Juni wieder zurückgenommen. Sie erwies sich als wenig praktikabel, weil sie für Sachbearbeiter und Bürger mit hohem Aufwand verbunden war. Die online oder per Post gestellten Anträge konnten nur bei Vorliegen vollständiger und fehlerfreier Unterlagen zügig abgewickelt werden, heißt es aus dem Landratsamt. Dies aber sei oft nicht der Fall gewesen, deshalb seien viele Rückfragen notwendig geworden.

Die Rückstände bei Händlern und Zulassungsdiensten wurden zwischenzeitlich größtenteils abgearbeitet. Das Landratsamt weist auch darauf hin, dass das Personal in der Zulassungsstelle die verschiedenen Bearbeitungswege möglichst gleichmäßig bedient, "um niemanden zu benachteiligen". Unter den Wartenden werden bestimmte Personengruppen wie Schwangere, Besucher mit Kleinkindern oder Menschen mit Behinderung bevorzugt behandelt.

© SZ vom 01.08.2020

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