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Landkreis Fürstenfeldbruck:Einheitliches Pfandsystem

Die Grünen möchten mehr gegen Coffee-to-go-Becher unternehmen

Der Kaffee auf dem Weg zur Arbeit oder sonst wohin ist beliebt, der Becher, aus dem er getrunken wird, weniger. Denn er verschlingt bei der Produktion reichlich Energie und wird nach einmaligem Gebrauch zu Abfall. Erste Initiativen, lieber auf Pfandbecher zu setzen, sind auch im Landkreis entstanden. Diese zu koordinieren und ein Pfandleihsystem zu fördern, schlägt nun die Grünen-Fraktion des Fürstenfeldbrucker Kreistags vor. Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises (AWB) soll dies nach Willen der Grünen übernehmen. "Wir sehen den Landkreis als Träger der Abfallentsorgung in der Pflicht, die Abfallvermeidung zu forcieren, denn gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz steht die Vermeidung von Abfällen an erster Stelle", schreibt Grünen-Sprecherin Ingrid Jaschke in dem Antrag, mit dem sich der Werkausschuss des Kreistags demnächst befassen soll.

"Coffee-to-go-Becher verursachen riesige Müllberge", schreibt Jaschke weiter. Deutschlandweit würden pro Jahr 2,8 Milliarden solcher Pappbecher weggeworfen, dadurch entstünden 40 000 Tonnen Müll pro Jahr. In Fürstenfeldbruck hatte sich mit Unterstützung der Stadt Anfang des Jahres eine Initiative gebildet, um das Bewusstsein für die Umweltschädlichkeit der Becher zu schärfen und Alternativen anzubieten. Herausgekommen ist der "Brucker Becher", ein Behältnis, hergestellt aus Baumsaft, das als Pfandbecher erworben und wieder zurückgegeben werden kann. In Germering beteiligt sich eine Bäckerei an einer ähnlichen Initiative zur Pappbechervermeidung. Genau dies zu fördern, schwebt den Grünen vor. "Es ist illusorisch, zu erwarten, dass auf einen Schlag alle mitmachen", weiß Jaschke. Um die Bereitschaft dafür zu erhöhen, plädiert sie für ein einheitliches System, damit die Becher "bequem an möglichst vielen Stellen" im gesamten Landkreis zurückgegeben werden können. Der AWB solle dabei "nichts aufzwingen, sondern die Initiativen aufgreifen und koordinieren". Auch in der Stadt München hatte der dortige Abfallwirtschaftsbetrieb jüngst ein Konzept erarbeitet, um die Bürger von umweltfreundlicheren Alternativen zu überzeugen.