Landkreis baut Angebot aus Beratungsangebot in drei Gemeinden

Der neue Familienstützpunkt befindet sich in Eichenau

Von Erich C. Setzwein, Eichenau

"Rat bekommen im Vorbeigehen" nennt Landrat Thomas Karmasin (CSU) die Angebote des neuen Familienstützpunkts in Eichenau. Er nennt das, was die Sozialpädagogin Claudia Wüst machen wird, "smart" und "niederschwellig" und findet ohnehin, dass im Landkreis derzeit "ein bunter Teppich an Familienstützpunkten ausgerollt wird". So gelassen und heiter Karmasin am Donnerstag im Haus der Nachbarschaftshilfe sein Grußwort sprach, so war auch die Stimmung insgesamt. Denn mit dem sechsten Familienstützpunkt wird nicht nur Familien in Eichenau ein Beratungsangebot gemacht, auch die Allinger und die Emmeringer können sich dort informieren. Wer jedoch nicht den Weg in die Fasanstraße in Eichenau auf sich nehmen möchte, zu dem kommt Claudia Wüst auch. Sie habe vor, regelmäßig im Allinger Bürgerhaus in Kooperation mit der dortigen Gemeindebücherei ihre Beratung anzubieten und nach Vereinbarung auch im Rathaus von Emmering Familien beistehen.

Das Angebot zum Gespräch, das Wüst Eltern macht, soll fern einer behördlichen Atmosphäre sein. Der Standort dafür ist klug gewählt, im ersten Stock der Nachbarschaftshilfe hat sie ihr Büro, "im Herzen Eichenaus", wie es der Vorsitzender der Nachbarschaftshilfe, Dirk Flechsig ausdrückt. Wüst, die seit Januar die Beratungsstelle eingerichtet und sich vernetzt hat, will unter anderem die bereits bestehenden Angebote in Eichenau nutzen, zum Beispiel die offene Behindertenarbeit. Weil die auch im Haus an der Fasanstraße stattfindet, findet Flechsig, dass dieses neue Informations- und Hilfeangebot für junge Familien "sehr gut zu unseren Angebotspalette passt". Für Eichenaus Bürgermeister Peter Münster (FDP), der auch für seine Kollegen aus Alling, Frederik Röder (CSU), und Emmering, Michael Schanderl (FW), sprach, demonstriert der Familienstützpunkt "die Kooperation unserer Gemeinden". Um das Amtliche an der Beratung aber zu vermeiden, sei sie nicht Aufgabe der drei Kommunen.

Claudia Wüst will Familien bei ihren vielfältigen Problemen "weiterhelfen, in welche Richtung es auch gehen mag". Neben der Information und der konkreten Beratung legt Wüst in einem dritten Aufgabenbereich ihren Schwerpunkt auf familienbildende Angebote. Sie warb für den ersten einer Reihe von Terminen, der in den Osterferien stattfindet und sich an die Großeltern richtet. Die, findet sie, würden weniger angesprochen. Die Opas und Omas können mit ihren Enkeln den Kandlerhof in Landsberied besuchen, einen Erlebnisbauernhof. Eine Woche später wird dies auch für die Eltern angeboten.

Weitere Familienstützpunkte gibt es in Puchheim, Olching, Germering, Fürstenfeldbruck, Mammendorf und Maisach-Egenhofen.