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Konzert:Mozart in Grafrath

Die Arcis-Vocalisten eröffnen die Grafrather Mozarttage mit Vokalwerken vom 16. bis zum 21. Jahrhundert. Ursprünglich geplant war eine Messe von Mozart, wegen der Corona-Auflagen darf die dafür nötige, große Besetzung aber nicht auftreten.

(Foto: Hartmut Pöstges)

Der Kulturverein Sankt Rasso widmet dem großen Komponisten drei Veranstaltungen. Zu hören sind Vokalmusik, die Zauberflöte und ein unterhaltsames Best-of

Von Florian J. Haamann, Grafrath

Während überall in der Republik Konzerte und Veranstaltungen zu Ehren Ludwig van Beethovens stattfinden - anlässlich dessen 250. Geburtstages in diesem Jahr - meldet sich der Kulturverein Sankt Rasso in Grafrath von diesem Wochenende an mit seinen Mozarttagen aus der Corona-Pause zurück. "Ich sage mal, Beethoven hier zu veranstalten, wäre ein bisschen hoch gegriffen, der ist ja noch anspruchsvoller. Mozart bietet da mehr passende musikalische Literatur. Ich denke wir sprechen damit viele Leute an", sagt Maria Leitenstern-Gulden, die Vorsitzende des Kulturvereins Sankt Rasso.

Drei Termine widmet der Verein Mozart - der in diesem Jahr übrigens seinen 264. Geburtstag gefeiert hätte. Allerdings hat der erste Abend coronabedingt nicht ganz so viel mit Mozart zutun, wie es der Verein geplant hatte. Denn eigentlich sollte in der Wallfahrtskirche Sankt Rasso eine seiner Messen gesungen werden. Weil durch die Abstandsregeln aber nur 20 Musiker auftreten dürfen, war so ein großes Werk nicht möglich. "Wir konnten im Chorraum genügend Platz für diese Besetzung schaffen, auf der Empore wäre es gar nicht möglich gewesen. Aber wir sind total froh und freuen uns, dass es in dieser Form möglich ist", sagt Leitenstern-Gulden. Und so präsentieren die Arcis-Vocalisten unter Leitung von Thomas Gropper nun vier Werke der Vokalmusik aus dem 16. bis 21. Jahrhundert von Di Lasso, Schütz, Vasks und eben auch eines von Mozart. Das Konzert am Sonntag, 26. September, findet dabei zweimal statt, um 17 und um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, wenige Restkarten sind noch erhältlich.

Der zweite Tag am Samstag, 10. Oktober, soll dann vor allem junge Besucher ansprechen. Gespielt wird "Die Zauberflöte", Mozarts wohl bekannteste und auch kindgerechteste Oper. Thomas Gropper hat das Werk dafür in eine einstündige Fassung verwandelt. "Er hat diese Aufführung schon an verschiedenen Schulen gemacht, und ich habe mir sagen lassen, dass sie reizend inszeniert ist", sagt Leitenstern-Gulden. Beginn ist um 16 Uhr in der Schulaula, Erwachsene zahlen fünf Euro Eintritt.

Den Abschluss der Mozarttage bildet dann ein Liederabend mit Lesung unter dem Titel "Der heitere Mozart" am Sonntag, 11. Oktober von 20 Uhr an ebenfalls in der Schulaula. Diesmal steht der Bariton Thomas Gropper selbst auf der Bühne, begleitet von Maharani Chakrabarti am Klavier und Peter Seitz als Moderator. Neben unterhaltsamen Werken etwa Arien von Papageno, Figaro und Osmin, erwarten den Besucher Ausschnitte aus Mozarts berüchtigten "Bäsle-Briefen", die voller Wortwitz und Derbheit stecken. Der Eintritt zum Liederabend kostet 14 Euro.

Mozarttage im Herbst, Kulturverein Sankt Rasso Grafrath, Vokalkonzerte Samstag, 26. September, 17 und 19 Uhr, Die Zauberflöte am Samstag, 10. Oktober, 16 Uhr und Liederabend "Der heitere Mozart" am Sonntag, 11. Oktober, 20 Uhr. Anmeldung für alle Veranstaltungen unter 08144/8247 nötig.

© SZ vom 24.09.2020

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