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Kommunalwahlen:Junge Allinger wollen ins Rathaus

Die Bürgervereinigung setzt bei ihrer Nominierungs­versammlung auf Ehrenamtliche aus Vereinen und Gruppierungen

Mit überwiegend jüngeren Kandidaten, von denen die meisten bereits in Vereinen oder Gruppierungen ehrenamtlich Verantwortung tragen, möchte die neue Wählergruppe "Allinger Bürgervereinigung" (ABV) bei den Kommunalwahlen im März 2020 möglichst viele Mandate gewinnen. Hans Schröder, aktuell Vizebürgermeister, der nach Streitereien mit Bürgermeister Frederik Röder der CSU den Rücken kehrte, soll zudem hauptamtlicher Bürgermeister werden. Etwa 60 Unterstützer und Interessierte waren zur Nominierungsversammlung in der Sporthalle gekommen, 51 davon nahmen an der Abstimmung über die Vorschlagsliste teil.

Obwohl Wahlleiterin Sabine Bauer darauf hingewiesen hatte, dass man bei der Blockwahl Namen streichen könne, gab es weder bei der Wahl der 16 Kandidaten für den Gemeinderat noch bei den Ersatzkandidaten Gegenstimmen. Schröder wertete die Einstimmigkeit als großen Erfolg, der auch zum Ausdruck bringe, dass den Kandidaten großes Vertrauen entgegengebracht wird.

Vor der Nominierung hatte Schröder deutlich gemacht, dass das höchste ehrenamtliche Mandat in der Gemeinde nicht mit anderen Ehrenämtern vergleichbar sei und den vollen Einsatz für die Kommune und ihre Bürger erforderlich mache. "Gemeinderat zu sein ist eine höchst verantwortungsvolle Aufgabe", so der ABV-Sprecher, der seit 1996 als Ratsmitglied und seit 2014 als Vizebürgermeister aktiv ist. Seinen Worten zufolge kommen 768 Jahre zusammen, wenn man das Alter der Kandidaten zusammenzählt, das Durchschnittsalter liege bei knapp 43 Jahren. Der 53-jährige ABV-Kandidat wünscht sich, "dass auch den anderen Fraktionen ein deutliche Verjüngung gelingt", denn in der Gemeindepolitik gehe es auch darum, die Dörfer fit für die Zukunft zu machen und für Lebensverhältnisse zu sorgen, die nachwachsenden Generationen den Verbleib in der Heimat ermöglicht. Ein Generationswechsel sei daher unabdingbar.

"Unsere Liste spiegelt einen Querschnitt durch alle Lebensbereiche wider und unsere Kandidaten bekleiden mehr als 20 Führungspositionen in Vereinen und Gruppierungen. Sie sind Vorstände oder Stellvertreter, Abteilungs- oder Übungsleiter, aktiv in Feuerwehr, Kirche, Landjugend, TSV oder Blaskapelle. Mit 20 Jahren ist Handballtrainerin Michaela Jäger die jüngste Berberin auf der Liste, der älteste ist mit 75 Jahren Helmut Engel, zuletzt Leiter des Vermessungsamtes in Fürstenfeldbruck, der viele Jahre als Vizebürgermeister der CSU Röder unterstützte.

Die ABV-Liste wird angeführt vom Bürgermeisterkandidaten Hans Schröder, gefolgt von Marina Nigl (Förderverein Grundschule), Andreas Lang (Leiter Blaskapelle Alling) und Sandra Furtner (Elternbeirat Grundschule). Auf den Listenplätzen fünf bis 16 kandieren Moritz Jäger (Spenglermeister), Markus Nave (Pfarrgemeinderat), Peter Schreiner (Produktmanager), Rainer Schulte (Diplomingenieur), Gerald Wienke (Bankkaufmann), Thomas Kiemer (Lastwagenfahrer), Daniel Pfeil (TSV-Handball), Aiko Petzel (Pädagoge), Michaela Jäger, Ulrich Kiffer (TSV-Jugendtrainer), Helmut Engel und Johann Lindemiller (Justizangestellter). Zu Ersatzkandidaten wurden Andreas Drexl (Landwirt) und Maximilian Metz (Freiwillige Feuerwehr Alling) gewählt. Nach aktuellem Stand bewirbt sich um das höchste politische Amt in Alling auch Stefan Joachimsthaler aus Holzhausen, der unlängst von der CSU nominiert wurde. Nicht auszuschließen ist, dass auch die Freien Wähler und die SPD noch Kandidaten für das Bürgermeisteramt nominieren.