Kommunalwahl in Emmering:Zwei-Drittel-Mehrheit

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Kommunalwahl in Emmering: 66 Prozent: Emmerings neuer Bürgermeister Stefan Floerecke präsentiert sein Ergebnis.

66 Prozent: Emmerings neuer Bürgermeister Stefan Floerecke präsentiert sein Ergebnis.

(Foto: Voxbrunner Carmen)

Stefan Floerecke (CSU) siegt in der Stichwahl souverän

Von Ingrid Hügenell, Emmering

Stefan Floerecke ist neuer Bürgermeister von Emmering. Der 34-jährige CSU-Kandidat schlug Fritz Cording, 61, von den Freien Wählern deutlich mit 66 zu 33 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 64,86 Prozent. "Mit so einem deutlichen Ergebnis habe ich nicht gerechnet", sagt Floerecke. "Zwei Drittel der Emmeringer haben mir ihr Vertrauen geschenkt. Das ist sehr bedeutend für mich, fast schon berührend." Den Erfolg führt Floerecke auf den langen und intensiven Wahlkampf mit vielen Verstaltungen zurück, den er und sein Team führten. "So viel Fleiß ist auch belohnt worden." Besonders freue ihn, dass die CSU mit acht Sitzen stärkste Fraktion im 20-köpfigen Emmeringer Gemeinderat geworden sei, und das, obwohl die Grünen erstmals angetreten waren.

"Wir sind alles Emmeringer, die das Beste für Emmering wollen", sagt Floerecke weiter. Das Amt nun in der Corona-Krise zu übernehmen, wird aber bestimmt nicht einfach. Er gehe davon aus, dass er sich schnell einarbeiten werde, sagt der designierte Bürgermeister. Schließlich gehöre er seit zwölf Jahren dem Gemeinderat und außerdem dem Kreistag an. "Ich weiß, wie das politische Geschäft läuft."

Neu werde für ihn sein, eine mittelgroße Verwaltung zu leiten. Angesprochen auf die großen Fußspuren, die Michael Schanderl (Freie Wähler) in seiner 18-jährigen Amtszeit hinterlassen habe, sagt der Nachfolger selbstbewusst: "Ich trete in keine Fußspuren, ich hinterlasse meine eigenen." Bevor die anderen wichtigen Themen angegangen werden müssten, gelte es zunächst, die Corona-Krise und ihre Folgen gut zu überstehen. Wegen des Virus freut sich Floerecke auch nur gedämpft über seinen Sieg und feiert am Sonntagabend zurückhaltend im Sitzungssaal mit den wenigen Gemeinderäten, die dort die Auszählung verfolgt hatten - und mit dem nötigen Sicherheitsabstand.

"Ich hätte mir ein besseres Ergebnis gewünscht", sagt Fritz Cording. Der Wahlkampf sei für ihn als politischen Neuling eine intensive, spannende Zeit gewesen. "Das Ergebnis hätte "nicht ganz so krass ausfallen müssen." Aber immerhin sei die Freude in der Gemeinde Seefeld groß, dass er dort nun Geschäftsleiter bleibe.

Floerecke war als klarer Favorit in die Stichwahl gegangen. Im ersten Wahlgang am 15. März hatte er 1599 Stimmen oder 48,48 Prozent erhalten. 924 Emmeringer votierten für Cording, das entspricht 28,02 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 62,3 Prozent.

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