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Kommunalwahl:Alling geht an die CSU

Kommunalwahl

Stefan Joachimsthaler zieht zum ersten Mal in Allinger Rathaus ein

(Foto: Privat)

Kandidat Stefan Joachimsthaler setzt sich knapp mit 52,94 Prozent durch

Von Manfred Amann, Alling

Der neue Bürgermeister von Alling heißt Stefan Joachimsthaler. Der CSU-Kandidat konnte bei der Stichwahl 52,94 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen. Für Hans Schröder von der Allinger Bürgervereinigung (ABV) votierten 47,06 Prozent der Wähler. Zuhause bei Stefan Joachimsthaler im Allinger Ortsteil Holzhausen herrschte kaum zu übertreffende Jubelstimmung. "Wegen Corona kann ich nur mit meiner Frau und den zwei Kindern feiern, die noch zu Hause leben", sagte der Wahlsieger zur SZ. Die beiden großen Kinder, die schon ausgezogen sind, hätten umgehend telefonisch gratuliert. Mit seinem Wahlkampfteam, dem er zu großen Dank verpflichtet sei, werde er sicher nach der hoffentlich bald abklingenden Corona-Krise kräftig feiern, erstmals könne die Begeisterung aber nur über eine Video-Konferenz ausgelebt werden, so der 54-Jährige. "Ich freue riesig und danke von ganzen Herzen, dass eine deutliche Mehrheit der Bürger mir ihr Vertrauen geschenkt hat, vermutlich, weil ich sie überzeugen konnte, dass ich offen, sachlich und möglichst ohne Streitereien mein Bestes für Alling geben will."

Er sei schon zuversichtlich aber auch enorm aufgeregt und nervös gewesen. Dass es nun geklappt habe und er sein gutes Ergebnis beim ersten Durchgang von 47,33 Prozent noch einmal habe steigern können, mache ihn glücklich. "Ich bin mir aber auch bewusst, dass ich von 1. Mai an in großer Verantwortung stehen werde und versuchen muss, nach Möglichkeit meine Wahlziele zu erreichen und eine gute Zusammenarbeit im Gemeinderat hinzubekommen. Für Joachimsthaler stimmten 1295 Wahlberechtigte, für Hans Schröder 1087. "Für mich ist die Wahl verloren, das war zu erwarten", stellte der Elektromeister fest. "Ich gratuliere dem Stefan und hoffen auf eine gute Zusammenarbeit."

Trotz der Niederlage sei er stolz, dass es ihm in der Stichwahl gelungen sei, den Abstand zu verringern. Die ABV habe mit ihm an der Spitze aus dem Stand heraus einen Riesenerfolg eingefahren, dafür danke er seinem Team von ganzem Herzen. Wichtig sei jetzt, dass sich der vielgruppige neue Gemeinderat schnell finde, denn angesichts der Corona-Krise und ihren möglicherweise schmerzlichen finanziellen Folgen für die Kommunen gelte es schnell, wichtigste und richtige Entscheidungen zu treffen: "Die Gemeinderäte der ABV werden selbstverständlich alle Vorhaben unterstützen."

© SZ vom 30.03.2020
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