VerkehrKarlsfeld will gegen Dauerparker vorgehen

Lesezeit: 1 Min.

Die Stellplätze vor dem Bürgerhaus haben sich vielfach zu einem öffentlichen Dauerparkplatz entwickelt.
Die Stellplätze vor dem Bürgerhaus haben sich vielfach zu einem öffentlichen Dauerparkplatz entwickelt.
Toni Heigl

Viele öffentliche Parkplätze in Karlsfeld werden von Nutzern blockiert, für die sie gar nicht gedacht sind. Das versucht die Gemeinde nun zu ändern.

SZ bei Google bevorzugen

Karlsfeld ist rasant gewachsen. Aus dem einstigen Straßendorf ist eine Großgemeinde mit mehr als 22 000 Einwohnern geworden. Das zeigt sich auch auf den Straßen. „Mit kaum einem Thema werde ich als Verkehrsreferent so sehr beballert wie mit schlecht geparkten Autos“, sagte CSU-Gemeinderat Bernd Wanka in der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses. Bereits vor mehr als einem Jahr hatte er beantragt, für die Gemeinde ein „Parkraummanagementkonzept“ zu entwickeln.

Probleme gibt es nahezu überall: im Ortszentrum, in den Wohnstraßen, am Hallenbad, am Bürgerhaus und während des Siedlerfests auch rund um den Karlsfelder See. Rechtlich eingreifen kann die Gemeinde allerdings nur auf ihren eigenen öffentlichen Parkplätzen und Straßen. Diese Möglichkeiten würde Wanka gerne ausschöpfen. In seinem Antrag skizzierte er bereits eine Reihe möglicher Maßnahmen – von Videoüberwachung bis hin zu Bewohnerparkzonen.

Der neu gewählte Bürgermeister Christian Bieberle (CSU) sprach von „einem bunten Strauß“ an Ideen. Statt das ambitionierte Gesamtpaket sofort anzugehen, schlug er vor, sich zunächst auf zwei besonders dringliche Einzelmaßnahmen zu konzentrieren. „Alles zu wollen und am Ende kaum etwas richtig zu machen, wäre nicht zielführend“, sagte er. Diese Erfahrung habe er bereits als Gemeinderat gemacht.

Als vordringlichste Aufgabe sieht Wanka, die Dauerparker vom Parkplatz am Bürgerhaus zu verdrängen. „Hier ist der Druck am größten.“ Wenn Besucher kämen, sei oft ein Großteil der Plätze bereits belegt. Ebenfalls dringend ist es aus seiner Sicht, die Situation bei den Behindertenparkplätzen zu verbessern. Immer wieder würden diese von anderen Verkehrsteilnehmern blockiert oder zugeparkt. Die Rathausverwaltung soll nun Vorschläge erarbeiten, mit welchen Maßnahmen sich diese Ziele am wirksamsten erreichen lassen.

© SZ/gsl - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Nach Tod eines Zweitklässlers bei Busunfall im Landkreis Dachau
:„Der schlimmste Einsatz meiner Laufbahn“

Nach dem verheerenden Busunfall im Landkreis Dachau, bei dem ein Grundschüler zu Tode kam, ringt der Feuerwehrkommandant und Bürgermeister um Worte. Ministerpräsident Markus Söder wendet sich per Kurznachricht an die Opfer und Angehörigen. Die teils schwer Verletzten schweben nicht mehr in akuter Lebensgefahr.

Von Gregor Schiegl und Jessica Schober

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: