Glück ist ein flüchtiges Gut. Und die dafür zuständige Göttin Fortuna kann einem schnell wieder die Gunst entziehen. Weil so viele Menschen also fortwährend auf der Suche nach eben jenem Glück sind, lässt Christian Jünger es geduldig über sich ergehen, wenn mal wieder ein abergläubischer Zeitgenosse an einem seiner Knöpfe drehen will oder versucht, etwas Ruß von seinem Koller, dem rabenschwarzen Kehranzug, abzustreifen. Über die Schulter spucken wäre eine weitere Variante. Die ist gottlob aus der Mode gekommen. Christian Jünger ist Kaminkehrer. Der 37-Jährige wird Anfang September vom Kehrbezirk Ried im Landkreis Aichach-Friedberg in den von Moorenweis wechseln, zu dem auch Teile von Türkenfeld und Eresing sowie Geltendorf zählen. Insgesamt sind es etwa 2500 Häuser.
Neuer Bezirksschornsteinfeger Über den Dächern von Moorenweis
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Christian Jünger wechselt in den Landkreis Fürstenfeldbruck. Kaminkehrer gelten als Boten des Glücks. Einmal braucht das der 37-Jährige dringend selbst.
Von Stefan Salger, Moorenweis
