BauernhofmuseumGroßer Stadel am Jexhof wird saniert

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Der große Stadel des Jexhofs soll statisch ertüchtigt werden. Die Kosten dafür werden auf etwa 340 000 Euro geschätzt.
Der große Stadel des Jexhofs soll statisch ertüchtigt werden. Die Kosten dafür werden auf etwa 340 000 Euro geschätzt.
Johannes Simon
  • Der große Stadel des Schöngeisinger Bauernhofmuseums Jexhof wird durch eine Stahlkonstruktion statisch ertüchtigt, die Kosten werden auf 340.000 Euro geschätzt.
  • Die Bauarbeiten sollen im Herbst beginnen und bis Frühjahr 2027 dauern, während dieser Zeit wird die Dauerausstellung neu konzipiert.
  • Das Museum ist seit Frühjahr ohne Leitung, die Neukonzeption der Ausstellung soll eine Hauptaufgabe der neuen Museumsleitung werden.
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Nach jahrelangem Hin und Her wird der Stadel am Schöngeisinger Bauernhofmuseum durch eine Stahlkonstruktion gestützt. In der Bauzeit bis Frühjahr 2027 soll das Jexhof-Team unter neuer Leitung die Dauerausstellung neu konzipieren.

Von Peter Bierl, Schöngeising

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Der große Stadel des Jexhofs wird statisch ertüchtigt. In den vergangenen Wochen wurde der Gebäudeteil geräumt, einschließlich der Exponate eines Teils der Dauerausstellung, die seit rund 40 Jahren dort untergebracht ist. Eingebaut werden soll eine filigrane Stahlkonstruktion, die das bestehende Tragwerk verstärkt und an relevanten Stellen ergänzt. Diese Lösung haben Statiker in enger Abstimmung mit den Denkmalbehörden entwickelt. Wie hoch die Kosten ausfallen, lässt sich derzeit noch nicht sagen, im Haushalt des Landkreises sind 340 000 Euro dafür eingeplant. Während des Umbaus soll die Dauerausstellung neu konzipiert werden.

Trotz regelmäßiger Überprüfungen der historischen Bausubstanz durch den kreiseigenen Hochbau seien bei den denkmalgeschützten Gebäuden gezielte Instandsetzungsmaßnahmen erforderlich, um ihre langfristige Nutzung zu sichern, heißt es aus dem Landratsamt. Die Bauarbeiten sollen im Herbst beginnen und bis Frühjahr 2027 dauern. Allerdings hänge die Dauer von Sanierungsmaßnahmen dieser Größenordnung „maßgeblich von den Ergebnissen der fortlaufenden fachspezifischen Untersuchungen und den unvorhersehbaren Gegebenheiten der historischen Bausubstanz ab“, sagt Robert Haberer von der Pressestelle des Landratsamtes.

Ein Teil der Objekte verbleibe im Bestand des Hauses, andere würden vorübergehend ihren Leihgebern zurückgegeben oder Partnerinstitutionen überlassen. Ein Teil der bisherigen Exponate werde nach Abschluss der Arbeiten in den Stadel zurückkehren, die Ausstellung soll jedoch nach Angaben des Landratsamtes mit neuen interaktiven und partizipativen Elementen ergänzt werden. Ziel sei es, den großen Stadel als „lebendigen Ausstellungs- und Vermittlungsort“ weiterzunutzen.

Die Schließung des Stadels soll das Team des Jexhof nutzen, um die Dauerausstellung neu zu konzipieren. Allerdings ist das Museum seit Frühjahr ohne Leitung, nachdem die Amtsinhaberin gekündigt hatte. Die Neukonzeption werde eine der Hauptaufgaben der neuen Museumsleitung sein, sagt Haberer. Seinen Angaben zufolge wurde die Stelle ausgeschrieben, das Auswahlverfahren laufe derzeit. Die Verwaltungsleitung des Jexhofs im Landratsamt sowie weitere Experten, etwa von der Landesstelle für nicht-staatliche Museen oder dem Förderverein, würden hinzugezogen.

Die Statik des Stadels am Jexhof wurde 2024 provisorisch mit Holzstützen abgesichert.
Die Statik des Stadels am Jexhof wurde 2024 provisorisch mit Holzstützen abgesichert.
Carmen Voxbrunner

Der Stadel war Anfang Dezember 2023 nach starkem Schneefall erstmals gesperrt worden, weil das Hochbauamt des Landkreises um die Statik fürchtete, was damals zu Protesten des Fördervereins führte, der den Bestand des Museums gefährdet sah. Der damalige Museumsleiter holte die Expertise eines zweiten Statikers ein, der den Betrieb für unbedenklich hielt, worauf das Gebäude für den Weihnachtsmarkt kurzzeitig wieder geöffnet werden durfte. Zur Begründung hatte das Landratsamt seinerzeit erklärt, es handele sich um ein Gebäude, bei dem der Nachweis der Standsicherheit fehle, allerdings lägen noch keine Vermessungen vor. Danach war das Gebäudeteil wieder bis zum Frühsommer gesperrt, konnte anschließend aber für die Ausstellung zur Geschichte des Sports im Landkreis wieder genutzt werden.

Während der aktuellen Bauphase im großen Stadel bezahlen Besucher den ermäßigten Wintertarif. Das historische Wohnhaus, die Backstube sowie die Sonderausstellung zur Geschichte des Jexhofs im ersten Stock des Hauptgebäudes sind uneingeschränkt geöffnet.

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