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Interreligiösen Dialog:Gymnasium klärt über Antisemitismus auf

Brandanschläge auf Synagogen, Hakenkreuzschmierereien auf jüdischen Friedhöfen oder Schändungen der Stolpersteine. Nicht zuletzt wegen der Zunahme solcher Straftaten veranstaltet das Viscardi-Gymnasium am Donnerstag und Freitag, 22. und 23. Juli, "Antisemitismus-Tage" für die 10. Klassen. Zu Gast ist der Medienwissenschaftler und Politologe Oren Osterer. Er ist selbst jüdischen Glaubens und freut sich auf den interreligiösen Dialog mit den Schülerinnen und Schülern. Seit 2017 ist das Viscardi-Gymnasium "Schule ohne Rassismus". Mit Sorge verfolgt man deswegen an der Schule die Zunahme antisemitischer Straftaten, wie die Brandanschläge auf Synagogen in Halle, Ulm, Bonn, Münster und Gelsenkirchen. In den drei letztgenannten Städten wurden auch die Flaggen Israels verbrannt und antisemitische Parolen gegrölt. Dazu kommen Hakenkreuzschmierereien auf jüdischen Friedhöfen, Schändungen der Stolpersteine sowie tätliche und verbale Angriffe auf jüdische Mitbürger. Die Täter seien zu 90 Prozent der rechtsextremen Szene zuzuordnen, weitere Motive fänden sich bei jungen Muslimen, meist mit Migrationshintergrund, heißt es in der Ankündigung. Bei den Antisemitismus-Tagen sollen die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen die Gelegenheit haben, die jüdische Religion aus erster Hand kennenzulernen.

© SZ vom 21.07.2021 / sz
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