Fürstenfeldbrucker InnenstadtKritik an zu viel Verkehrsberuhigung

Lesezeit: 1 Min.

Die sogenannten Parklets sind als provisorische „Möblierung“ der Schöngeisinger Straße gedacht. Für sie wurden mehrere Parkplätze geopfert. Langfristig soll der verkehrsberuhigte Geschäftsbereich baulich umgestaltet werden.
Die sogenannten Parklets sind als provisorische „Möblierung“ der Schöngeisinger Straße gedacht. Für sie wurden mehrere Parkplätze geopfert. Langfristig soll der verkehrsberuhigte Geschäftsbereich baulich umgestaltet werden. (Foto: Stadt Fürstenfeldbruck)

Wie lässt sich die Aufenthaltsqualität im Fürstenfeldbrucker Zentrum steigern? Mit weniger Parkplätzen und mehr Parklets? Das Stadtmarketing-Forum ist skeptisch und pocht auf Mitsprache.

Von Stefan Salger, Fürstenfeldbruck

Das Stadtmarketing-Forum „Wir in FFB“ kritisiert das jüngst eingeführte Parkraumkonzept für die Fürstenfeldbrucker Innenstadt. Seine Mitglieder bezweifeln, dass sich die Hoffnung auf mehr Aufenthaltsqualität allein durch verkehrsberuhigende Maßnahmen erfüllen lässt.

Peter C. Schmid ist Vorsitzender der Gruppe, in der sich Fürstenfeldbrucker Akteure aus Handel, Gastronomie und Dienstleistung zusammengeschlossen haben, sowie Kreisvorsitzender des Handelsverbandes Bayern. Er sieht die Initiative von Thomas Brückner kritisch, der sich jüngst per Online-Petition im Namen des Verkehrsforums FFB für mehr Verkehrsberuhigung im Stadtzentrum ausgesprochen hat.

Der Grünen-Stadtrat plädiert unter anderem für einen weiteren Geschäftsbereich mit Tempo 20 in der Pucher Straße und will den eingeschlagenen Weg in der Schöngeisinger Straße fortsetzen. Unterstützt wird er von ADFC, VCD und Bund Naturschutz. Von mehr Verkehrsberuhigung würde auch der Einzelhandel profitieren, heißt es sinngemäß in der Begründung der Petition „Für mehr Aufenthaltsqualität und Verkehrssicherheit in der inneren Schöngeisinger Straße“.

Angebot der SZ
:Wählen Sie den Whatsapp-Kanal für Ihren Landkreis

Die Süddeutsche Zeitung bietet Whatsapp-Kanäle für alle Landkreise rund um München an. Das Angebot ist kostenlos. So abonnieren Sie die Kanäle.

So einfach ist das nicht, findet Schmid: „Es ist leider so, dass zahlreiche politische Akteure gebetsmühlenhaft vorgeben, die Innenstadt, den Einzelhandel und dessen Kunden im Fokus zu haben“, es in vielen Fällen aber versäumten, rechtzeitig mit den betroffenen Händlern und Kunden zu reden. Als Beispiel nennt Schmid die „Parklets“ an der Schöngeisinger Straße. Die bepflanzten Sitzmöglichkeiten aus Holz sind von der Stadt bis zur baulichen Umgestaltung des Bereichs am Straßenrand als Provisorium aufgestellt worden. Schmid ist überzeugt, dass sie von der Bevölkerung nicht angenommen werden und nicht im Sinne der Geschäftsleute sind.

Ähnlich sei es mit der neuen Parkraumbewirtschaftung im Zentrum. Insbesondere die Umwidmung der bisherigen Parkverbotszonen, wo zuvor kurzes Halten ohne Parkschein möglich war, in – selten genutzte – Ladezonen mit absolutem Halteverbot und Parkplätze für Lastenfahrräder „führt bei vielen Kunden zur Verärgerung“, so der Vorsitzende von „Wir in FFB“.

© SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Heizen mit Erdwärme
:Wo rund um München Geothermie ausgebaut wird

Im Norden, Osten und Süden der Landeshauptstadt wird die regenerative Energiequelle bereits intensiv genutzt. Jetzt holen auch die Landkreise im Westen auf. Ein Überblick.

SZ PlusVon Stefan Salger und Alexandra Vettori

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: