Heimat:Erinnerungen

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Heimat: Zuschauerinnen verfolgen in der Nachkriegszeit nahe der Grafrather Straße ein Fussballspiel.

Zuschauerinnen verfolgen in der Nachkriegszeit nahe der Grafrather Straße ein Fussballspiel.

(Foto: Gemeinde Kottgeisering/oh)

Kottgeisering in alten Ansichten

Von Manfred Amann, Kottgeisering

Ermuntert durch die große Nachfrage im vergangenen Jahr hat Kirstin Kortländer wieder einen Wandkalender herausgegeben. Die Referentin der Gemeinde für Kultur und Vereine sammelt seit Jahren Fotos und auch Postkarten aus vergangenen Zeiten, die einen Einblick ermöglichen, wie Kottgeisering mit seinen Ortsteilen am Rande des Ampermooses einmal aussah und wie die Menschen früher lebten, feierten und arbeiteten. Auch Bilder von Vereinsfesten wie Fahnenweihen oder von kirchlichen und Gemeindeveranstaltungen wie zum Beispiel von der Einweihung des Kriegerdenkmals oder vom Maibaumaufstellen nimmt sie gerne entgegen.

Auf dem Deckblatt des Kalenders ist neben dem Gemeindewappen, das einen Fischreiher mit einem Fisch im Schnabel zeigt und die weit zurückliegende Geschichte Kottgeiserings als Fischersiedlung am einst noch bis an den Ortsrand reichenden Ammersee symbolisiert, ein weiter Blick von der Johannishöhe aus über das Dorf hinweg mit dem Wasserspiegel des Ammersees und der Alpenkette im Hintergrund abgebildet. Ein Monatsfoto lässt den Betrachter vom Kreuzberg mit einem von drei Birken gesäumten Feldkreuz in Richtung Ortszentrum Kirche schauen.

"In den letzten anderthalb Jahren habe ich zwei informative Spaziergänge organisiert. Dabei ging es einmal um die Erinnerung an 'Einkaufsmöglichkeiten damals' und das andere Mal um das Thema 'Besondere Gebäude in der Villenstraße Süd' ", erzählt Kortländer. Außerdem habe sie Informationen zu religiösen Flurdenkmälern im Gemeindegebiet von Kottgeisering eingeholt. "Die Gespräche mit den Menschen, vor allem mit den Alteingesessenen waren und sind immer sehr interessant und aufschlussreich", daher wolle sie weiterhin Wissenswertes zum Ort sammeln.

Mit dem Kalender, in dem im Wesentlichen historischen Ansichten gezeigt werden, wolle sie besondere Eindrücke und Erinnerungen der Öffentlichkeit zugänglich machen. Fotos aus früheren Zeiten stammen zum Teil auch aus dem Gemeindearchiv oder wurden von Mitbewohnern zur Verfügung gestellt. Der Kalender 2022 hat laut Kortländer kein Motto, sondern ist "unspektakulär aber bezeichnend" mit "Eindrücke aus Kottgeisering" überschrieben. Die Kulturreferentin wünscht sich, dass ihr auch in Zukunft alte Bilder überlassen werden. Dazu sollten aber auch Beschreibungen geliefert werden. "Vielleicht lässt sich daraus einmal ein Vortrag machen", überlegt sie.

Erhältlich im Rathaus Kottgeisering und in der Bäckereifiliale Löffler für zehn Euro

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