Hattenhofen:Offene Fragen beim Jagdparcours

Abgeordneter Schrodi moniert Informationen zum Umweltschutz

Die Antwort des Landratsamts auf die bereits dritte Anfrage zum Jagdparcours Oberbayern in Hattenhofen stellt den SPD-Bundestagsabgeordneten Michael Schrodi nicht zufrieden: "Meine Fragen zum Boden- und Umweltschutz auf dem Gelände wurden nur unzureichend beantwortet", teilt der Abgeordnete mit. Er unterstütze daher weiter die Initiative von Anwohnern der Schießanlage, die in Sachen Lärmschutz bereits erfolgreich waren: Sie haben eine Begrenzung der Schusszahl erreicht. Nun fordern sie Aufklärung bezüglich wahrscheinlicher Altlasten und fordern weitreichende Boden- und Gewässerschutzmaßnahmen.

Das Landratsamt bestätigte dem Olchinger Bundestagsabgeordneten, dass der Betreiber des Jagdparcours Oberbayern dazu aufgefordert worden sei, eine Detailuntersuchung des Bodens auf dem Gelände vornehmen zu lassen. Warum die Ergebnisse jedoch nicht vorlägen und es hierzu keine gesetzte Frist gebe, bleibt für Schrodi unklar. "Es ist leider auch weiterhin offen, ob die umgesetzten Maßnahmen zum Boden- und Gewässerschutz auf dem Areal ausreichend sind." Dass auch auf dem angrenzenden Gelände regelmäßig Munition und Wurfscheibenreste landen, war dem Landratsamt offensichtlich noch unbekannt. "Leider wurde mir nicht mitgeteilt, welche konkreten Schutzmaßnahmen hier vom Betreiber eingefordert werden", bedauert Schrodi.

"Sauberes Wasser und unbelastete Böden sind schützenswertes Allgemeingut. Wirtschaftliche Interessen und das Vergnügen Einzelner dürfen keinesfalls über den Umweltschutz gestellt werden", fordert der SPD-Direktkandidat für die Bundestagswahl im September. Er bleibe daher in engem Kontakt zu den Anwohnern der Schießanlage und unterstütze sie in ihrem Vorhaben, Klarheit in Sachen Boden- und Umweltschutz zu schaffen.

© SZ vom 07.07.2021 / sz - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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